Polizeikommissariat registriert 2015 in Weyhe und Stuhr 1507 Karambolagen

Unfallfolgen: 2,4 Millionen Euro Gesamtschaden

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Die Polizisten Holger Baur und Johann-Dieter Oldenburg (r.) stellen die Verkehrsstatistik vor.

Leeste - Von Sigi Schritt. Alle Unfälle haben im vergangenen Jahr in Weyhe und Stuhr einen Gesamtschaden von mehr als 2,4 Millionen Euro verursacht. Das berichten Polizeichef Johann-Dieter Oldenburg und Einsatz- und Streifendienstleiter Holger Baur vom Leester Polizeikommissariat auf Anfrage bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik. Mit 1507 Karambolagen im Jahr 2015 hat es deutlich mehr gekracht als in den Vorjahren. Allerdings sind 80 Prozent aller Fälle laut Oldenburg „einfache Sachschäden“.

Eine Konzentration der Zusammenstöße gebe es im Ochtum-Park in Brinkum-Nord. Andere Fälle verteilten sich laut Polizei über die Gemeindegebiete. Die im vergangenen Jahr umgebaute Kreuzung in Dreye sei entschärft. Das ist zumindest eine erste Bilanz der Ordnungshüter.

Der einzige Unfall mit Todesfolge hatte sich im vergangenen November in Erichshof ereignet, blickt Holger Baur zurück. „Unglückliche Umstände führten dazu, dass eine Frau auf der Bundesstraße 6 mit dem Leben bezahlen musste“, so Baur.

Auf nahezu gleichem Niveau blieb die Anzahl der Zusammenstöße, in dessen Folge Schwerverletzte ins Krankenhaus gebracht wurden: Die Polizei registrierte 2015 34 Fälle. Im Vorjahr waren es 32 gewesen.

Die Zahl der Unfälle mit Leichtverletzten ist von 199 (2014) auf 212 gestiegen.

Doch nicht etwa Medikamentenmissbrauch, Drogen- oder Alkoholkonsum waren die Hauptgründe für die Karambolagen, sondern laut Statistik Probleme mit dem Abstand (227 Fälle), den Vorfahrtsregelungen (104) und dem Abbiegeverhalten (80).

„Die Zahlen belegen, dass sich außerdem immer mehr Autofahrer den negativen Folgen ihres Handelns entziehen“, kommentiert der Polizeichef die Zunahme der Unfälle mit anschließender Flucht. „Glücklicherweise konnten wir dank der Hinweise von Zeugen mehr Straftaten aufklären, so dass die Quote mit 44 Prozent gleich geblieben ist“, sagt Baur.

Die Technik ist die beste Freundin der Beamten. „Ein Handy haben viele Zeugen dabei. Sie machen ein Foto und diktieren Kennzeichen und Automarke des flüchtigen Fahrers in ihr Gerät. Den Rest erledigen wir“, ergänzt der Polizeichef. Der 63-Jährige dankte auch den zahlreichen Einsatzkräften der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes: „Sie sind verlässliche Partner. Die Zusammenarbeit klappt in allen Ortsteilen reibungslos.“

Auch die Notärzte seien schnell zur Stelle, lobt der Ordnungshüter.

Hintergrund:

Verkehrsunfälle:

2015: 1507 1 Tote

2014: 14482 Tote

2013: 13862 Tote

Unfälle mit Schwerverletzten:

2015: 34

2014: 32

2013: 33

Unfälle mit Leichtverletzten:

2015: 212

2014: 199

2013: 185

Unfälle mit Fahrerflucht:

2015: 414 Geklärt:182 (44%)

2014: 369 Geklärt:163 (44%)

2013: 350 Geklärt: 140(43%)

Ursachen:

1. Abstand: 227 (212, 177)

2. Vorfahrt: 104 (102, 103)

3. Abbiegen: 80 (73, 61)

4. Tempo: 57 (39, 54)

5. Alkohol: 21 (19, 14)

6. Drogen: 1 (1, 1)

7. Medikamente: 2 (0,0)

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