18 Teilnehmer der Ferienkiste besichtigen das Leester Polizeikommissariat

„Der Polizei ein Gesicht geben“

Der Beamte Dirk Pistol zeigt den Kindern, wie ein Polizist mit einem Laser-Gerät die Geschwindigkeit der Autos erfasst. - Foto: Ehlers

Leeste - Von Siard Schulz. Einmal die Arbeit der Polizei kennenlernen, selbst auf Spurensuche gehen, Fingerabdrücke sichern und in einem Streifenwagen sitzen – die Beamten des Leester Kommissariats haben das gestern den 18 Teilnehmern der Ferienkiste ermöglicht. Den Tag absolvierten die Acht- bis Zwölfjährigen in kleinen Gruppen.

„Wir wollen der Polizei ein Gesicht geben und den Kindern die Angst vor uns nehmen“, sagt der Ansprechpartner für Prävention, Dirk Pistol. Die Kinder inspizierten die Wache, lernten Grundzüge der Erste Hilfe und durften Geschwindigkeiten der Autos messen. „Mit diesem Gerät können wir auf 500 Meter Entfernung zielen“, erklärt Pistol. Die Kinder müssten allerdings alle noch genügend Zielwasser zu sich nehmen. Dass es leichter aussieht als es ist, muss auch die neunjährige Celine zugeben: „Man wackelt mit dem Gerät. Es ist schwierig, das Auto zu treffen“. Trotzdem hat sie es geschafft, einen Wagen ins Visier zu nehmen. Er hatte eine Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde, stellt das Gerät fest. „Nicht, dass wir gleich die Leute noch anhalten müssen, weil sie auf der Hauptstraße zu langsam fahren“, erklärt Pistol mit einem Lächeln.

In drei Stunden bekamen die Kinder einen Eindruck davon, wie verschieden die Polizei wirkt. Celine könnte sich vorstellen, „Feuerwehrmädchen“ oder Polizistin zu werden.

Dass der Beruf an Attraktivität nicht eingebüßt habe, läge vor allem an der Akzeptanz und dem vermittelten Gefühl von Sicherheit, erklärt Pistol. Für Jugendliche seien die sicheren Beschäftigungsverhältnisse als Beamte und der Verdienst von Bedeutung. Auch das bezahlte Studium würde eine gewisse Strahlkraft besitzen. Die Präventionsarbeit und Nachwuchswerbung werde sehr gut angenommen, weshalb man sie verschiedenen Bereichen anbiete. In Schulen beispielsweise, wo bereits ab Klasse sechs über die Themen Gewalt und Mobbing informiert wird. Im siebten Jahrgang ginge es dann um das Thema Zivilcourage. Ältere Jahrgänge würden über legale und illegale Drogen aufgeklärt sowie ihre Wirkungen und Folgen.

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