Tipps und Mitmachaktionen rund um das Thema Elektrofahrrad

Polizei bittet zum Tag der Verkehrssicherheit

Dirk Pistol (Bild) vom Leester Polizeikommissariat bringt für den Verkehrssicherheitstag seine Kollegen von der Polizeipuppenbühne Delmenhorst mit in den Ratssaal. Foto: Sigi Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Immer mehr Radler steigen auf E-Bikes um. Diesen deutschlandweiten Trend hat laut Thomas Gissing, Sprecher der Polizeiinspektion Diepholz, die Führung des Weyher Polizeikommissariats auch für die Region ausgemacht und deshalb rund um das Fahrrad einen großen Verkehrssicherheitstag als Familienfest mit zahlreichen Mitmachaktionen konzipiert.

Zahlen hat die Polizei allerdings nicht parat. Von Beamten, die in Urlaubsregionen an der Küste ihren Dienst versehen, habe die Polizei im Kreis längst erfahren, dass Feriengäste etwa zur Nordseeküste ihre Räder mit Elektromotor mitbringen. „Man schaut sich um und sieht nichts, und plötzlich sind die Flitzer da“, so Gissing. Nicht nur die Verkehrsteilnehmer auf herkömmlichen Zweirädern müssten sich auf ihre deutlich schnellere Konkurrenz einstellen, sondern auch die Autofahrer.

Das sei der Grund, weshalb es höchste Eisenbahn ist, das Thema E-Bike näher zu beleuchten, findet Thomas Gissing. „Die Urlauber fahren sich um Kopf und Kragen“, weiß die Polizei. Weil die Nutzer von E-Bikes andere Reaktionszeiten und Bremswege haben. „Man vertut sich ganz leicht.“ Die Welle der Probleme schwappt von der Nordseeküste weiter ins Inland, so Gissing.

Deshalb stehen beim Familienfest in Leeste am Samstag, 22. Juni, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr viele Tipps und Kniffe sowie Aktionen zum Thema E-Bike im Mittelpunkt.

Die Organisatoren rund um Franziska Mehlan, Leiterin des Polizeikommissariats, laden Jung und Alt zum Rathausplatz ein, um E-Bikes zu erklären und den Gästen Gelegenheit zur Probefahrt zu geben.

Weiterhin geben Experten Tipps zum Kauf. Außerdem thematisieren sie den sicheren Umgang mit jenem schnelleren Gefährt, dessen Durchschnittsgeschwindigkeit laut Gissing nicht mehr Tempo 15 (wie beim herkömmlichen Rad) sondern bei Tempo 25 beträgt.

Ein für die Polizei wichtiger Punkt ist die Registrierungsstation. „Wir möchten, dass am liebsten jedes Fahrrad codiert ist“, wünscht sich Gissing. „Wenn alle ihr Rad registrieren würden, würde es für uns einen riesigen Nutzen haben.“ Deshalb bietet die Polizei diesen Service an einer weiteren Station an – natürlich gratis.

Ein Fahrrad- und Kettcarparcours ist ebenso vorgesehen. Die Teilnehmer können sich sogenannte Rauschbrillen aufsetzen, die einen Alkohol- und Drogenkonsum simulieren und selbst überprüfen, ob sie sicher und schnell durch die Schikanen kommen.

Die Gäste können auch der Frage nachgehen, was eine Melone mit Verkehrssicherheit zu tun hat. Die Organisatoren wollen laut Gissing demonstrieren, dass Helme mehr Schutz bieten, als mancher Radler glaubt.

Doch nicht nur an Fahrradfahrer richtet sich der Verkehrssicherheitstag der Weyher Polizei, sondern auch an Autofahrer: Sie können beim Überschlagsimulator üben, wie sie sich schnell und effektiv nach einem Unfall vom Gurt befreien können – keine leichte Aufgabe, wenn das Auto auf dem Dach liegt.

Auch an ganz junge Gäste hat die Polizei gedacht. Kinderschminken und Darbietungen der Polizeipuppenbühne (14 und 15.30 Uhr) im Ratssaal sind die Angebote für diese Zielgruppe.

Neben der Polizei, die mit 20 Beamten im Einsatz ist, unterstützen dieses Fest sowohl die Gemeinde Weyhe, als auch das Deutsche Rote Kreuz (Erste-Hilfe-Darbietungen und Erklärungen zu Defibrilatoren), die DLRG (Kinderschminken), Pro Dem und der Bund gegen Alkohol im Straßenverkehr.

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