Politik will Akzeptanz verbessern

Rund 2600 Mensa-Essen in der Woche

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Michael Fütterer thematisiert die Mittagsverpflegung.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die steigenden Anmeldezahlen täuschen: Eltern bemängeln seit geraumer Zeit die Qualität des Essens der Weyher Schulmensen. Ihre Beschwerden hatten Verwaltung und Politik dazu bewegt, über eine Neustruktur der Mittagsverpflegung nachzudenken.

Die Forderung der Eltern, vor Ort zu kochen, soll Teil des neuen Verpflegungskonzeptes sein, das Gesamtschulkoordinator Michael Fütterer in der Sitzung des Schulausschusses am Dienstagabend vorgestellt hat.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Seidel sieht sich, wie er sagt, zwar selbst nicht als Speerspitze der gesunden Ernährung, aber er sucht ebenso wie die Verwaltung und die anderen Kommunalpolitiker von CDU, Grüne und FDP nach einem tragfähigen Zukunftskonzept. Die Eltern wollen Bio-Produkte, sagt er, doch die Kinder wollen Pizza. Was die Suche nach einer Lösung so schwierig macht, sind die unterschiedlichen Geschmäcker und Vorstellungen.

„Wir können es uns nicht leisten, eine tolle Hardware zu haben, sie aber nicht auskömmlich zu nutzen“, so Seidel. Er machte deutlich, dass die Mensen viel mehr könnten, als nur Tiefkühlkost aufzuwärmen, oder angeliefertes Essen warm zu halten, und dieses dann durch Personal auszugeben.

In einer Woche werden laut Fütterer im Schnitt in Leeste (KGS und Ganztagsgrundschule) rund 700 Mahlzeiten, in Lahausen 500, in Erichshof 350 in Sudweyhe 370, in der GTS Kirchweyhe 480 und in der KGS Kirchweyhe 200 Essen ausgegeben. 2600 Essen (Vorjahr: 2400) sind nach der Ansicht der Politiker viel zu wenig.

Die Schulleitungen und die Verwaltung lassen sich in Abstimmung mit den Elternvertretern von dem Gedanken leiten, nach dem das Essen mit Bio-Anteilen frisch vor Ort zubereitet wird. Kinder wünschen sich ein Büfett und keine Portionsausgabe. Das haben Fütterers Besuche in Bremer und Oldenburger Mensen gezeigt. Wenn alle Schulen von nur einem Caterer beliefert würden – jetzt seien es drei –, könnten die Nutzer mehr Einfluss geltend machen, glaubt Fütterer. Die von Schülern wie Eltern kritisierte Essensvorbestellung gehöre dann auch der Vergangenheit an. „Grundsätzlich ist eine einzige Großküche in Weyhe ausreichend“, so Fütterer. Es würden sich entweder die Mensa in Kirchweyhe oder die in Leeste anbieten, wobei die Voraussetzungen in Leeste mit dem Kühlhaus, Umkleideräumen und Duschen besser seien. „Die übrigen Schulen könnten von dort aus mit Essen bedient werden, das vor Ort nur noch für die Ausgabe den letzten Schliff bekommt. Um alle Mensen aufzurüsten müsste die Gemeinde 90000 Euro ausgeben. Die Verwaltung will bis Mitte Juli ein Konzept erarbeiten.

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