Ausschuss für Sport und Kultur schwankt beim Thema ZSA zwischen Sanieren, Neubauen und Reparieren

Planungskosten oder doch Unterhaltungskosten?

Weyhe - Von Luka Spahr. Verwirrung herrschte am Dienstagabend im Ausschuss für Sport und Kultur. Auf der Tagesordnung stand die geplante Sanierung der Zentralsportanlage (ZSA), die bereits seit mehreren Jahren angestrebt wird (wir berichteten). Ursprünglich waren hierfür 200 000 Euro Planungskosten im Haushaltsplan für das kommende Jahr vorgesehen. Eine Summe, an der CDU und SPD in der Ausschusssitzung rütteln wollten. Wäre nicht auf einmal die Frage aufgetaucht, ob es sich bei den 200 000 Euro tatsächlich um Planungskosten oder nicht doch um Unterhaltungskosten für die ZSA handelt.

Die Grünen-Fraktion habe von der Ersten Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith erfahren, dass die 200 000 Euro eingestellt worden seien um eine Sanierung der Sanitäranlagen damit zu finanzieren, so Antje Sengstake (FDP).

Die CDU zog daraufhin ihren Antrag, die 200 000 Euro aus dem Teilhaushalt zu streichen, zurück. Das Argument von SPD-Ratsherr Frank Seidel, die Kosten seien „deckungsfähig“ und damit nicht an einen bestimmten Ausgabentitel gebunden, wollte sie nicht gelten lassen. „Wir müssen das Geld im Haushalt dort einstellen, wo es gebraucht wird“, beschied CDU-Vorsitzender Dietrich Struthoff. Annika Bruck von den Grünen pflichtete bei: „Wir wollen doch wissen, was für eine Zielrichtung wir hier haben wollen.“ 200 000 Euro in ein Gebäude stecken, das vielleicht sowieso bald neu gebaut oder kernsaniert wird – das wollten die Wenigsten.

Einig waren sich die Fraktionen aber darin, dass etwas passieren muss. Am Ende ließen sie die verplante Summe unangetastet.

Ärgerlich blieben für die Abgeordneten jedoch die Ergebnisse der Suche nach Fördergeldern für die Sanierung der ZSA. Alle Beantragungen auf Mittel aus öffentlichen Fördertöpfen seien abgewiesen worden, erläuterte Fachbereichsleiter Fabian von Weyhe. Er stellte drei unterschiedliche Sanierungsvarianten (1,2 bis 1,8 Millionen Euro) und eine Neubau-Variante (2,5 Millionen Euro) vor. Klar war am Ende nur, dass weiterer Austauschbedarf besteht.

Bei einer Sachen waren sich die Abgeordneten übrigens einig: Die geplanten 75 000 Euro für ein neues Flutlicht an der Tennisanlage der ZSA sollen erst einmal zurückgehalten werden.

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