Trip mit einem Triebwagen

Pingelheini: Tour nach Bad Zwischenahn

Der weiß-blaue Triebwagenzug des Deutschen Eisenbahn-Vereins.

Leeste - Es ist für die Museumsbahn Pingelheini schon eine gute Tradition, dass der Verein mit einem Zug der Zwischenahner Woche einen Besuch abstattet. Am Samstag, 18. August, rollt der weiß-blaue Triebwagenzug des Deutschen Eisenbahn-Vereins aus den 50er-Jahren von Weyhe Richtung Oldenburg.

Der Zug startet um 9:30 Uhr im Bahnhof Leeste. Über die Kleinbahnstrecke geht es zunächst bis Kirchweyhe, dann weiter auf den Gleisen der Deutschen Bahn. Über Bremen und Oldenburg gelangt die Reisegesellschaft nach Bad Zwischenahn. Die Ankunft ist für etwa 11 Uhr geplant.

Die Fahrgäste bekommen Gelegenheit, das bunte Festprogramm der „Zwischenahner Woche“ zu erleben. In der Innenstadt gibt es zahlreiche Musikbühnen und Aufführungen von Folkloregruppen, Künstlern, Handwerkern und Schaustellern. Gebucht werden kann außerdem eine Rundfahrt mit dem Schiff über das Zwischenahner Meer (Zusatzkosten: zehn Euro.) Die Rückfahrt ab Bad Zwischenahn ist für 15.30 Uhr geplant. Leeste wird voraussichtlich gegen 18 Uhr wieder erreicht.

Die Fahrt kostet 29 Euro, eine vorherige Reservierung ist erforderlich. Der Pingelheini-Verein empfiehlt, dies im Internet zu erledigen – die Buchung ist ohne Kreditkarte möglich, es wird eine Rechnung verschickt. „Eine solche Online-Buchung erleichtert uns die Arbeit“, sagt Vorstandsmitglied Alfred Schuchardt. Natürlich können auch Interessenten, die keinen Internetzugang besitzen, Plätze reservieren.

Museumseisenbahner kooperieren mit DEV-Kollegen

Im Fahrpreis enthalten: ein fester, namentlich reservierter Sitzplatz, Reiseleitung im Zug und in Bad Zwischenahn. Der Zug verfügt über Toiletten, und es werden Getränke und kleine Knabbereien direkt am Platz verkauft.

Die Museumseisenbahner arbeiten auf dieser Fahrt wieder mit den Hobby-Kollegen vom Deutschen Eisenbahn-Verein (DEV) in Bruchhausen-Vilsen zusammen, denen die restaurierten, fast 60 Jahre alten Fahrzeuge gehören, so Alfred Schuchardt.

Zumindest vorläufig wird diese Fahrt die letzte „große Reise“ des „DEV-T2“ sein. Für das Fahrzeug steht die planmäßige Hauptuntersuchung an. Abweichend von den Autos, die ebenfalls regelmäßig dem Tüv zur Hauptuntersuchung vorgeführt werden müssen, ist eine solche Untersuchung bei einem Eisenbahnfahrzeug komplizierter, sagt Schuchardt. 

Die Eisenbahn-HU ist aufwendig und teuer

Dazu muss das Fahrzeug in einer autorisierten Bahnwerkstatt komplett zerlegt, alle sicherheitsrelevanten Einrichtungen sorgfältig überprüft und aufgearbeitet werden. Am Ende steht dann wieder ein fast fabrikneues Fahrzeug auf den Schienen. „Solch eine Eisenbahn-HU ist nicht nur ausgesprochen zeitaufwendig“, sondern kostet laut Schuchardt auch „ein vielfaches einer Tüv-Untersuchung beim Auto“. 

„Der DEV, der aufgrund seiner gut ausgestatteten Werkstatt und technischen Kompetenz in der Lage ist, solche Untersuchung im eigenen Hause zu erledigen, glaubt, das Fahrzeug zur Saison 2019 wieder flott zu bekommen“, ergänzt Schuchardt.

ps/sie

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