Pingelheini-Strecke wird 2016 gesperrt

Letztmals von Kirchhuchting zum Thänhuser Markt

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Spaß im Büfettwagen.

Stuhr/Weyhe - Von Philipp Köster. Zum letzten Mal können Fahrgäste am Sonntag, 20. September, die Museumseisenbahn „Pingelheini“ nutzen, um von Kirchhuchting nach Thedinghausen zum „Thänhuser Markt“ zu fahren. „Die Verlängerung der BSAG-Linie 8 wirft ihre Schatten auf unsere Kleinbahn“, heißt es in einer Mitteilung der Leester Museumseisenbahner lapidar. Weitere Details werden nicht genannt.

Nach Informationen dieser Zeitung wird die Strecke ab dem kommenden Sommer zwischen Leeste und Kirchhuchting gesperrt. Davon wären künftig vor allem die vielen Nutzer aus Moordeich und Huchting betroffen.

Laut Pressesprecher Andreas Holling von der Bremer Straßenbahn AG „gibt der technische Zustand weitere Fahrten nicht mehr her“. Beim Pingelheini-Verein geht man hingegen davon davon aus, dass mit den vorbereitenden Arbeiten für die Verlängerung begonnen werden soll. Das stimmt aber laut Pressesprecher Holling nicht: „Wir können erst anfangen zu bauen, wenn das Planfeststellungsverfahren durch ist.“ Das könnte Anfang oder im Frühjahr 2016 der Fall sein. Aber dann hätten die betroffenen Anwohner noch das Recht zu klagen. Und wie lange es bis zu einem Gerichtsurteil dauert, lässt sich Holling zufolge nicht sagen. Definitiv „können wir aber nicht vorher anfangen Geld auszugeben“.

Wie dem auch sei: In diesem Jahr geht es zum Thänhuser Markt, im November gibt es nach Angaben der Pingelheini-Leute auch aber noch eine Abschlussfahrt. Im kommenden Jahr geht es dann nur von Leeste nach Thedinghausen und zurück, so der Plan des Vereins. Offensichtlich ist die dortige Strecke noch in einem passablen Zustand. „Davon weiß ich nichts“, sagt Holling. Er habe von den Technikern der BSAG nur Informationen über die Voraussetzungen auf der Westroute. Und die seien so, dass „der Verein dort über 2015 hinaus“ nicht fahren könne.

Die Straßenbahn soll laut den Planungen spätestens 2019 auf der BTE-Strecke rollen, denn danach könnte die BSAG nach derzeitigem Stand nicht mehr mit Bundesmitteln für den Ausbau rechnen. Der Verein hofft, dass er trotz Tramverkehrs zuweilen sonntags mit dem Pingelheini die Route von Leeste nach Huchting befahren darf. Bürgermeister Andreas Bovenschulte wolle sich dafür einsetzen, haben die Ehrenamtlichen erfahren. Ein Schnippchen könnte den Museumsbahnern jedoch die geplante Rampe über die Ortsumgehung Brinkum schlagen. Es ist dem Vernehmen nach fraglich, ob der Zug die Steigung – anders als über die Moordammbrücke – meistern kann.

Alle Informationen zum Fahrplan, zu Verköstigung unterwegs, Preisen und Zustiegsmöglichkeiten im Internet.

www.pingelheini.de

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