Belohnung ausgesetzt

18 Pflanzenkübel zerstört: Vandalismus in Leeste sorgt für Ärger

Unbekannte haben die neuen Pflanzkübel am Henry-Wetjen-Platz demoliert. Foto: Gemeinde Weyhe
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Unbekannte haben die neuen Pflanzkübel am Henry-Wetjen-Platz demoliert.

Wer macht denn so etwas? Die Frage beschäftigt momentan die Mitarbeiter des Weyher Rathauses, die mit einer Mischung aus großer Verärgerung und maßloser Enttäuschung auf die mutwillige und völlig sinnlose Zerstörung von 18 knallroten Pflanzkübeln am Henry-Wetjen-Platz in Leeste reagieren. Eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung wurde gestellt. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, hat die Gemeinde Weyhe eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.

Leeste - Seit Jahren verfolgt die Gemeinde bei Vandalismus eine Null-Toleranz-Strategie. „Wir wollen das nicht so einfach hinnehmen. Das lassen wir uns nicht gefallen“, sagt eine spürbar verärgerte Ina Pundsack-Bleith, Erste Gemeinderätin in Weyhe.

„Die Pflanzkübel wurden im Rahmen der Sanierung des Ortskerns Leeste erst in den letzten Wochen angeschafft und auf dem Henry-Wetjen-Platz aufgestellt“, berichtet Christian Silberhorn vom Fachbereich Gemeindeentwicklung und Umwelt. Bis zum endgültigen Ausbau des Platzes zusammen mit dem dort entstehenden Kultur- und Bildungszentrums (Bibliothek und VHS) sollten die Kübel den Platz gliedern und gestalterisch aufwerten. 

Vandalismus in Leeste: Joggerin entdeckt Tat

Positive Rückmeldungen von Leestern hätten gezeigt, dass die temporär gestaltete Fläche neben der Marienkirche sehr gut angenommen wurde. „Damit der zentrale Punkt in Leeste in den nächsten zwei Jahren nicht nur als Schotterplatz daliegt, haben wir viel Energie, Arbeit und Geld in die Gestaltung und Aufwertung des Areals investiert. Und dann passiert so etwas“, brachte Christian Silberhorn seine Enttäuschung zum Ausdruck.

Am Sonntag war der Platz formell eingeweiht worden. Am Morgen dieses Tages hatte eine Joggerin die Tat entdeckt und die Polizei benachrichtigt. Diese wiederum hatte Mitarbeiter des Bauhofes informiert, die die beschädigten Pflanzkübel in Obhut nahmen, damit die Einweihungsveranstaltung ohne den Anblick der lädierten, irreparablen Blumenbehälter über die Bühne gehen konnte. „Der Sachschaden beläuft sich auf rund 4000 Euro“, hat Silberhorn ausgerechnet. 

Täter sollen belangt werden

„Mit dieser Summe sowie mit der Belohnung nehmen wir die Täter in Regress“, ist Matthias Lindhorst, Justiziar der Gemeinde Weyhe, entschlossen, dafür zu sorgen, dass die Täter für die Tat belangt werden. „Es handelt sich nicht um einen harmlosen Streich. Der Täter muss im Fall seiner Ergreifung nicht nur mit der Schadenersatzforderung rechnen, sondern auch mit einer Strafverfolgung. Sachbeschädigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet. Wir holen uns jeden Cent wieder. Und wir setzen das notfalls auch gerichtlich durch“, so der Jurist

„Durch solche Taten entstehen wirtschaftliche Einbußen, die letztlich die Allgemeinheit treffen, denn das Geld fehlt natürlich dann an anderer Stelle“, fügt Lindhorst hinzu. Angesichts beachtlicher Ermittlungserfolge der Polizei brachte er sein Unverständnis zum Ausdruck, dass sich solche Vandalismustaten wiederholen, obwohl die Täter ein hohes Risiko eingehen, am Ende erwischt und sowohl strafrechtlich als auch finanziell zur Rechenschaft gezogen zu werden.

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