SPD-Fraktion: Weyhe stärker begrünen

Pflanzendächer für Bushaltestellen?

Dächer von Buswartehäuschen sind oftmals aus Metall. Die Gemeinde soll nach den Vorstellungen der SPD prüfen, ob diese bepflanzt werden können. Foto: Jantje Ehlers
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Dächer von Buswartehäuschen sind oftmals aus Metall. Die Gemeinde soll nach den Vorstellungen der SPD prüfen, ob diese bepflanzt werden können.

Weyhe - Die niederländische Stadt Utrecht macht es vor: Dächer von Buswartehäuschen sind dort mit Pflanzen versehen. Diese Idee hat die Weyher SPD aufgegriffen und will Ähnliches in der Wesergemeinde umsetzen.

Die Sozialdemokraten möchten, dass Weyhe auf lange Sicht stärker als jetzt begrünt wird. Außerdem soll die Artenvielfalt vergrößert werden. Die Verbannung der Steingärten in künftigen Neubaugebieten, wie die Kommunalpolitiker in den jüngsten Sitzungen des Bauausschusses immer wieder betonten, sei solch ein Baustein. Das könne aber nur als Anfang zu verstehen sein.

Mit einem Antrag, den der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Seidel kürzlich der Gemeindeverwaltung übermittelt hat, legen die Sozialdemokraten nach. Sie wünschen sich „Urban Gardening“ und wollen der Verwaltung einen Prüfauftrag an die Hand geben, an welchen Stellen, in welcher Intensität eine weitere Begrünung in der Wesergemeinde Einzug halten könnte. Die SPD wünscht sich ebenfalls eine Antwort auf die Frage, welche Kosten dabei entstehen könnten.

Die Verwaltung soll außerdem herausfinden, ob es möglich ist, öffentliche Gebäude zu begrünen. Dabei soll auch eine vertikale Bepflanzung einbezogen werden. Die Sozialdemokraten führen an, dass es bereits jetzt schon Gebäude gibt, deren Fassaden mit Moosen und Pflanzen versehen sind.

Kleingärtner, die Parzellen wie in Syke oder Stuhr bewirtschaften, gibt es in Weyhe nur ganz wenige. Die SPD möchte das sogenannte „Urban Gardening“ zu einer Initiative entwickeln. Es geht darum, Gemeindeflächen oder Areale von Landwirten, die bislang nicht genutzt werden, über eine gewisse Laufzeit zu bestellen und zu kultivieren, wie es die Nutzer gerne hätten. Der eigene Anbau von Obst und Gemüse soll möglich sein. Idealerweise sollte der Ertrag nach den Vorstellungen der SPD später geteilt werden. „Es ist längst nicht mehr so, dass jeder Haushalt über einen eigenen Garten verfügt“, erklärt Seidel in seiner Antragsbegründung.

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