Fohlen überzeugen auf Hof Kleemeyer Richter und Fachpublikum

Pferdezuchtverein Sudweyhe: Bühne frei für den Nachwuchs

Bei dieser Runde präsentieren sich auf dem Hof Kleemeyer diese Stute und ihr Fohlen gemeinsam den Zuschauer und den Richtern. - Fotos: Ehlers

Sudweyhe - Von Heiner Büntemeyer. „Man möchte sich schon jetzt draufsetzen“, schwärmte Richter Hartmut Kettelhodt von dem kleinen Stutfohlen, das bei der Fohlenschau des Pferdezuchtvereins Sudweyhe unter 14 Mitbewerbern die Vorstellung der älteren dressurbetonten Fohlen gewonnen hatte. Trotz einiger Absagen beteiligten sich am Wettbewerb auf dem Hof Kleemeyer mehr als 30 Fohlen.

Die Tiere waren in drei Kategorien eingeteilt: Springbetonte sowie ältere und jüngere dressurbetonte Fohlen. Sie stellten sich gemeinsam mit ihren Müttern den beiden Richtern Marlene Meyer und Hartmut Kettelhodt sowie den zahlreichen Besuchern vor.

Gäste können sich die Vierbeiner genau anschauen und eigene Bewertungen mit dem Votum eines Profis vergleichen.

Jedes Fohlen präsentierte sich zusammen mit der Stute bei einer Runde laufend, galoppierend oder trabend im Führring, wobei die Richter die Bewegungsabläufe des Fohlens beobachteten und bewerteten. Bevor das Paar den Führring verließ, wurden auch noch äußerliche Merkmale des Fohlens unter die Lupe genommen. Nach jeweils vier Präsentationen wurden die Paare von den Richtern benannt, die sich in einem Finale noch einmal präsentieren konnten. Aber auch die nicht qualifizierten Fohlen wurden von den Richtern bewertet, um den Züchtern Anregungen für die weitere Arbeit mit den Fohlen zu geben. „Die Fohlen sind doch erst wenige Wochen alt“, erklärte Harm Kleemeyer, der die Gäste auf seinem Hof auch begrüßt hatte.

Auch die Richter und Züchter sahen dies so und betrachteten diese Fohlenschau als eine Veranstaltung, deren Ausgang sehr von der Tagesform ihrer Fohlen bestimmt war. Dass dem Richter bei einem kleinen genau drei Monate alten Hengst das „Durchschwingen nach vorne“ fehlte, erklärte er sich selbst als „tagesbedingt“.

Die Fachleute waren mit der Qualität der vorgestellten Fohlen sehr zufrieden. Es gab durchweg für alle Tiere positive Prognosen. „Wer genau hingeschaut hat, hat die Qualitäten schon entdeckt“, hieß es.

Die Pferdefreunde hörten aufmerksam zu und verglichen jedes Richterurteil mit ihrem eigenen Eindruck von den Fohlen. Sie wussten, was gemeint war, wenn ein Fohlen „schön durchhebelt“, sich „groß übersetzt fortbewegt“ oder „sehr typvoll gebaut“ ist.

Auch Besucher mit geringerem „Pferdeverstand“ waren von den aufgeregten, springlebendigen Fohlen begeistert. Sie hatten ihre Freude daran, wenn die Fohlen manchmal fast synchron zu den Bewegungen ihrer Mütter neben ihr herliefen, sie freuten sich aber ebenso, wenn die Fohlen sich selbstständig machten und im eigenen Tempo vor oder hinter der aufmerksamen Stute durch den Ring trabten und dabei auch schon mal eine Abkürzung am Richtertisch vorbei nahmen.

Und mit der Beurteilung „schöne taktmäßige Bewegungen“ und „steht keck da“ konnten auch sie etwas anfangen. Sie freuten sie sich auch für einen Vierbeiner, der zwar nicht in die Endwertung kam, das aber für sein „edles Gesicht“ als „kleiner Hingucker für Reitsportfreunde“ gelobt wurde.

Fohlenschau in Sudweyhe

Bei einigen Fohlen hieß es auch, dass sie verkauft werden sollen. Das war ein interessanter Hinweis für Pferdefreunde und Agenten, die sich unter die Besucher gemischt hatten und unauffällig ihre Beobachtungen machten, um ihren Auftraggebern Fohlen mit guten Anlagen anbieten zu können.

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