Gemeinde prüft Abfalleimerstandorte

Pfandringe sollen entwürdigende Praxis beenden

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Solche Behälter sollen aufgerüstet werden.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Es gibt in Weyhe mindestens vier Arten von Menschen, die einen unterschiedlichen Umgang mit leeren Pfandflaschen pflegen: Die einen kaufen sie und bringen sie wieder in den Getränkemarkt zurück.

Andere, die unterwegs eine solche Flasche ausleeren, zerdeppern sie. Denen ist das Rückgeld völlig egal. Andere wiederum stellen sie am Straßenrand ab, andere wiederum finden diese und nehmen sie mit, weil sie den Wert schätzen.

Es gibt aber auch Weyher, die diese Flaschen achtlos in die Mülleimer werfen. Und dann gibt es noch Menschen, die stöbern in diesen Behältern und müssen sich schon mal an Hundekot-Beuteln vorbeitasten, weil sie das Pfandgeld dringend benötigen.

Die SPD sieht den Umstand, dass diese Pfandsammler in einen Mülleimer greifen als entwürdigend an und hat jetzt im zuständigen Ausschuss die Einrichtung von Pfandringen beantragt. Einstimmig befürworteten auch die Mitglieder der weiteren Ratsfraktionen den Antrag.

Angebotsabfragen laufen

Doch nicht für alle der rund 300 Mülleimer, die über das Gebiet von Weyhe verteilt sind, sind die Metallgestelle gedacht. „Die Gemeinde prüft Abfalleimerstandorte für ein Pilotprojekt“, sagt der zuständige Fachbereichsleiter Steffen Nadrowski.

Außerdem laufen parallel Angebotsabfragen. Eine solche Vorrichtung ist meist eine Metallablage für unterschiedliche Pfandflaschen oder -dosen. Solche Gestelle gibt es in zahlreichen Bahnhöfen wie in Hannover, aber auch Großstädte setzen auf den Zusatz zum kommunalen Mülleimer. Fachbereichsleiter Steffen Nadrowski sagte gestern gegenüber dieser Zeitung, dass eine Umrüstung schon in diesem Sommer geschehen könnte, damit Pfandsammler nicht in den Dreck greifen müssen.

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