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Peter Barthold Schnibbe öffnet die Türen zu seiner Galerie

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Von: Annum Malik

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Der Kulturbeirat besucht den Künstler Peter Barthold Schnibbe (5. v. l.).
Der Kulturbeirat besucht den Künstler Peter Barthold Schnibbe (5. v. l.). © Malik

Melchiorshausen – Der Landkreis Diepholz verleiht jährlich einen Kulturpreis in Höhe von 7 500 Euro. Damit will er regionale Künstler fördern. Um den Preisträger zu ermitteln, besucht der Kulturbeirat verschiedene Künstler. Nun war er bei Peter Barthold Schnibbe, der seit 1996 als freischaffender Künstler in Melchiorshausen lebt.

Als Teil einer Familie mit Maler-Vorfahren wie Hermann Schnee widme er sich schon von Kindesbeinen an der Kunst. Zusätzlich spiele er mehrere Instrumente und sei literarisch tätig.

Schnibbe male vorwiegend in seinem Atelier – auf großformatigen Leinwänden und mit Acryl. Seine Motive lassen sich den Kategorien Meer, Menschen und Nordamerika zuordnen. Nordamerika kenne und liebe er durch zahlreiche Reisen. Es kommt aber auch schon mal vor, dass er sich in einen Strandkorb setzt und von da aus die Natur malt, erzählt er.

Doch welche Motive findet ein Künstler inmitten einer Pandemie? „Corona hat mich nicht beflügelt“, sagt Schnibbe. Ihm habe es während der Coronazeit an Geselligkeit und Begegnungen gefehlt. Motive suche sich Schnibbe nicht, sondern finde sie, so der Künstler. Und wie? Durch Begegnungen, die ihn emotional berühren. Die nimmt Schnibbe zum Anlass, sie mit persönlicher Note zu malen. Wichtig sei ihm, nicht nur einen Apfelbaum im heimischen Garten zu malen. Vielmehr sollen seine Bilder eine gehaltvolle Geschichte für den Betrachter erzählen, so der Künstler.

Die Inspiration für neue Bilder findet er manchmal auch in Fotos oder Filmen, erzählt er. Schnibbe male allerdings nicht nur allein, sondern hin und wieder auch in Kooperation mit seinem Malerfreund Otto Quirin aus Hamburg.

Vorbilder habe er keine, sagt er. Dennoch geht Schnibbe davon aus, unterbewusst durch Künstler, die er betrachtet, beeinflusst zu werden. „Für mich ist das Leben zum Lernen da“, sagt der Künstler.

Schnibbes Werke sind regelmäßig in Ausstellungen zu sehen. Aktuell gibt es eine Dauerausstellung seines dreigeteilten Bildwerks, das Triptychon mit dem Titel „Riders on the Storm“, im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven.

Von Annum Malik

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