Pendler Bernd Burchardt kritisiert im Rat Fahrplanumstellung des ZVBN für die Buslinie 121

Nur sechs Minuten Umsteigezeit

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Die Nordwestbahn will Verspätungen minimieren. Archivfoto: Schritt

Weyhe - Die jüngste Fahrplanumstellung hat vor allem für Pendler, die am Bahnhof die Buslinie 121 nutzen, Auswirkungen. Auf dieses Problem hatte Anfang der Woche der Kirchweyher Bernd Burchardt hingewiesen (wir berichteten). Am Mittwochabend brachte er sein Anliegen auch den Mitgliedern des Gemeinderats vor. Die Verwaltung hatte er schon zuvor informiert.

Bislang hatten Burchardt zufolge die Pendler, die aus Bremen ankamen, 13 Minuten Zeit, um den Bus vor dem Bahnhofsgebäude zu erreichen. Durch den Fahrplanwechsel fährt der 121er sieben Minuten früher ab. Innerhalb von sechs Minuten müssten die Reisenden nun vom Bahnsteig durch den Tunnel und nach 18 Uhr um das Bahnhofsgebäude herum eilen, um den Bus noch zu erreichen, erläuterte Burchardt den Kommunalparlamentariern. Seien diese sechs Minuten schon knapp, insbesondere für ältere Bürger oder für Menschen mit Kinderwagen und dergleichen, sei es in der Praxis ohnehin unmöglich, noch in den wartenden Bus einzusteigen, denn „jeder zweite Zug kommt zwischen zwei und fünf Minuten zu spät“, hat der Kirchweyher beispielhaft für den Montag, Tag eins nach dem Fahrplanwechsel notiert. Er wisse, dass die Deutsche Bahn drei Minuten Umsteigezeit als hinreichend ansehe.

Ratsmitglied Jürgen Borchers (SPD) hatte schon zuvor diesen Sachverhalt als „nicht prickelnd“ bezeichnet. „Das kann so nicht sein, da muss Abhilfe geschaffen werden.“

Bauamtsleiter Steffen Nadrowski hatte sich im Vorfeld der Ratssitzung beim Zweckverband Bremen/Niedersachen (ZVBN) als sogenanntem Aufgabenträger schlau gemacht. Ihm zufolge ist die Gemeinde in Punkto Fahrplanänderung nicht „förmlich beteiligt“ worden. Das sei nur der Fall, wenn es zum Beispiel um Haltestellenverlegungen gehe.

Als Antwort auf seine Nachfrage, habe ihm der ZVBN mitgeteilt, dass der Zweckverband mit der Fahrplanänderung wiederum auf Änderungen der Nordwestbahn reagiere. Das Verkehrsunternehmen wolle damit Verspätungen in seinem großen Gebiet minimieren. Sechs Minuten Umsteigezeit seien nicht unüblich, habe er erfahren.

Nadrowski versprach, am Ball zu bleiben und zu prüfen, ob es „Optimierungspotenziale“ gebe, sagte aber auch, dass die Gemeinde nur „informelle Möglichkeiten“ habe. „Wir schalten uns ein, wenn sich die Hoffnung von Zweckverband und Nordwestbahn auf weniger verspätete Züge nicht erfüllt.“

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