Leester Fahrradrallye lockt Massen zum Leester Schützenplatz

700 Pedalritter auf Stempeljagd

Auch die Polizei beteiligt sich an der Stempeljagd. - Foto: Ehlers

Leeste - Von Maren Jensen. Es quietscht, rattert und knackt – Hunderte Fahrräder haben gestern in den verschiedensten Farben und Formen viele Ecken von Leeste angesteuert. Mehr als 700 Pedalritter aus der Wesergemeinde und der Umgebung traten kräftig in die Pedale. Um bei dieser 38. Ausgabe dieser besonderen Schnitzeljagd an Preise zu kommen, mussten die Teilnehmer auf dem 19 Kilometer langen Rundkurs zahlreiche Stationen anfahren.

Vereinsmitglieder, Straßengemeinschaften oder ganze Familien im Sattel bildeten Gruppen, um die Mitgliedsbetriebe der WG anzusteuern. Insgesamt 41 Firmen beteiligten sich in diesem Jahr an der sportlichen Veranstaltung. Nach der Ankunft der Teilnehmer überprüte ein Team um Organisatorin Nicola Cloos die Stempel.

„Ich finde die Aktion großartig, weil hier teilweise Familien in der dritten Generation oder seit mehr als 30 Jahren mitmachen“, sagt Carsten Hauch, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Er blickt auf die vielen Räder. Die Besitzer haben ihre Fahrräder passend zur Fußball-Europameisterschaft mit Deutschland-Fahnen und Blumen geschmückt. Andere haben Helme und Taschen voller Süßigkeiten der Stände am Lenker baumeln. „Auf die tollen Geschenke und Süßigkeiten an den Stationen freut man sich besonders“, beschreibt die elfjährige Lena Meineke den Reiz mitzumachen. Sie ist gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester Carolin, 21, unterwegs gewesen. Pünktlich um 10 Uhr sei die Familie losgefahren und habe dann einen Stand nach dem anderen vorgenommen“ sagt sie.

Wie immer war der Altersunterschied von einer großen Spanne geprägt. Gisela Sympkenberg, 75, aus Erichshof fuhr bereits zum sechsten Mal die Rallye, besonders um sich fit zu halten und neue Ecken von Weyhe zu entdecken. Normalerweise unternimmt die Rentnerin die Tour mit ihrem Mann, kurz vorm Startschuss ging jedoch dessen Fahrrad kaputt.

„Das war sehr ärgerlich. Aber ich habe trotzdem alleine mitgemacht und viel Spaß gehabt. Besonders schön finde ich, dass hier so viele junge Menschen unterwegs sind“, sagt sie. Fit wollte sich auch der 33-jährige Helge Bartels, der in Mountainbike Kleidung und professioneller Fahrrradaustattung direkt ins Auge fiel. „Ich bin sonst auch viel mit dem Fahrrad unterwegs und nutze solche Angebote dann natürlich“, sagt er.

Manche Eltern nahmen ihr Neugeborenes vorne im Fahrradkorb mit, andere Teilnehmer radeln seit mehr als 30 Jahren bei dem Ereignis mit oder waren zum ersten Mal dabei. So auch die 15-Jährigen Schüler Marvin Bade und Jonas Meyer. „Wir machen das jetzt zum ersten Mal mit und finden das auch echt cool“, sagt Meyer. Auch im nächsten Jahr wollen die beiden mit dabei sein. Fleißig sammelten sie alle Stempel ein und hofften bei der Tombola auf den Hauptpreis, ein IPad. Daneben gab es noch ein Jugendrad und einen 100 Euro-Einkaufsgutschein zu gewinnen.

Zum zweiten Mal dabei in diesem Jahr war die 9-jährige Paula aus Brinkum. „Ich finde es toll, etwas mit der Familie zu machen“, sagt sie. Auch ihr Papa, Uwe Knipper, ist stolz auf die Schülerin. „Dieses Mal haben wir die ganze Strecke gemeinsam geschafft“, sagt er.

Sichtlich froh, aber erschöpft ist auch das Ehepaar Rainer und Birgit Voß aus Barrien. „Wir finden es sehr schön, mal mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die man sonst nicht kennt oder sieht“, sagt Rainer Voß. Dem stimmte auch eine Leesterin zu. „Es ist super, dass die ganzen Familie mit dabei sein kann“, sagt Mutter Nicole Bea. Auch ihr Mann Thorsten sagt lachend: „Eine Aktion, bei der die Eltern mal nicht peinlich sind“. Eine richtige Familientour machte auch der 50-jährige Thomas Wille aus Lahausen. Mit zehn weiteren Freunden und Familienmitgliedern feierte er. Er absolvierte den Rundkurs ein zehntes Mal. „Nette Menschen, tolle Aktionen, perfekte Organisation. Mehr muss man dazu nicht sagen“, sagt er. Dem stimmte auch Freund Andreas Hünecken zu.

„So eine Aktion bietet immer an, etwas mit all seinen Liebsten zu machen“, sagt er.

Auch das Wetter spielte trotz Regenansage mit. Erst nach der Preisverleihung zogen dunkle Wolken über den Himmel, doch bis dahin radelten die Teilnehmer schon wieder glücklich, mit Süßigkeiten und einigen Preisen, nach Hause.

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