150 Rettungskräfte in Leeste im Einsatz

Pastor eilt zum Brand in Leeste und spendet Trost

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Mit vereinten Kräften gelingt es der Feuerwehr, Teile des Mehrfamilienhauses zu retten. 

Leeste - Von Sigi Schritt. Pastor Holger Tietz war Montagmittag mit dem Auto unterwegs, als ihn der Ruf von Gemeindebrandmeister Bernd Scharringhausen ereilte. Es brenne an der Rumpsfelder Heide, ein Mehrfamilienhaus stehe in Flammen, hieß es. Er möge schnell herkommen. Dieser Ruf verhallte nicht – Tietz kehrte um und steuerte so schnell wie möglich die Einsatzstelle in der Nähe des Rathauses an.

Was war passiert? Gegen Mittag tobtenFlammen im Dach und im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohneinheiten. Als Tietz ankam, loderte das Feuer zwar nicht mehr stark gen Himmel, doch Rauch stieg immer noch auf. Die Einsatzkräfte – unter Atemschutz – befanden sich auf der Brinkumer Drehleiter und auf der Leester Hubarbeitsbühne und waren mit Löscharbeiten beschäftigt. Sie hatten unter anderem die Dachpfannen oberhalb der Brandmauer entfernt, sodass die Flammen nicht mehr über das Gebälk auf den nächsten Gebäudeteil übergreifen konnten. Durch den Einsatz von rund 150 Rettungskräften gelang es schließlich, große Teile des Mehrfamilienhauses zu retten.

Einige der Anwohner, die rechtzeitig vor den Flammen geflüchtet waren, standen laut Tietz unter Schock. „Sie haben ihr ganzes Hab und Gut verloren“, sagte der Seelsorger. Er stand nicht nur ihnen zur Seite, sondern jedem, der ein Gespräch suchte. Man merkte es vielen Feuerwehrleuten an, dass die bloße Anwesenheit des Geistlichen beruhigend wirkte.

Überhaupt zeigten sich die Anwohner der Rumpsfelder Heide sehr freundlich gegenüber den Einsatzkräften: Sie boten sowohl den vom Feuer betroffenen Hausbewohnern eine Sitzgelegenheit und Getränke an wie auch den Atemschutzträgern und anderen Helfern, die sich zum Ausruhen einen Platz im Schatten wünschten. Da Atemschutzträger nur einmal für maximal rund 20 Minuten arbeiten durften, benötigte die Einsatzleitung viele Kräfte. Aus diesem Grund verließen Mitglieder der Weyher Feuerwehr, die zum Beispiel in Diepholz und Bremen arbeiten, ihre Arbeitsstätte, um wie Tietz nach Leeste zu eilen.

Als das Feuer längst aus war, riefen Nutzer in den sozialen Medien zu Sach- und Geldspenden auf, zumal sich unter den Betroffenen auch ein Feuerwehrmann aus Lahausen befindet, der seine Wohnung verloren hat.

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