Mehr als 100 Arbeitsplätze geplant

Hermes baut Paket-Verteilzentrum an der Umgehungsstraße Dreye

Hermes Paket-Verteilzentrum Weyhe Sudweyhe Dreye
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50.000 Sendungen sollen über das neue Verteilzentrum an die Kunden gebracht werden.

Lange wurde gerungen um die Zukunft des Areals der ehemaligen Ziegelei Wehrmann in Sudweyhe. Jetzt rollen die ersten Bagger über das Gelände. Der ehemalige Eigentümer der Fläche, Hans-Heinrich Meier, hat den Weg frei gemacht für ein rund 5000 Quadratmeter großes Hochleistungs-Verteilzentrum des Paketdienstleisters Hermes.

Sudweyhe - Bereits 2017 gab es Pläne für einen Lebensmittel-Großhandel und ein Eventcenter, das bis zu 1 000 Besucher fassen sollte, auf dem Gelände. Dann cancelte der Investor die Pläne. Meier machte daraufhin aus dem Gelände ein Gewerbegebiet und fand schließlich mit dem Hamburger Logistiker einen Nachnutzer. Jetzt baut Hermes an der strategisch gelegenen Stelle zwischen B 6 und A 1 ein Paketzentrum mit einer Bearbeitungsleistung von mehr als 50.000 Sendungen pro Tag.

Im Oktober 2020 soll der Betrieb in Sudweyhe laut einer Pressemitteilung des Unternehmens starten. Nach der Eröffnung von neuen Logistik-Centern in Hamburg, Leipzig und Greven will Hermes seine Infrastruktur nun auch im Raum Bremen ausbauen. Das lässt sich der Paketdienstleister einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Die Unternehmen Peper & Söhne und Goldbeck Nord zeichnen für die Errichtung des Neubaus verantwortlich. Zum Betriebsbeginn sollen mehr als 100 Beschäftigte am neuen Standort ihre Arbeit aufnehmen.

Hermes: Schnellere Verteilung für Bremen und umzu

„Der Neubau in Weyhe ist für uns von enormer strategischer Bedeutung“, erklärt Christian Helbig, Head of Real Estate & Facility Management bei Hermes Germany. „Mit dem neuen Verteilzentrum können wir die Stadt Bremen und das Umland noch schneller und effizienter beliefern.“

Künftig sollen an der alten Ziegelei in Sudweyhe hochmoderne Fließbänder und mehr als 100 Mitarbeiter Pakete sortieren.

Auch Christoph Peper, geschäftsführender Gesellschafter bei Peper & Söhne, die das Gelände gekauft und an Hermes vermietet haben, ist mit dem neuen Standort sehr zufrieden: „Wir freuen uns, mit Hermes Germany unser erstes Objekt in Weyhe zu projektieren und ein modernes Depot zu entwickeln.“ Und weiter: „Die Voraussetzungen könnten besser nicht sein. Wir sind von dem Standort absolut überzeugt, um unser Engagement auch außerhalb Bremens erweitern zu können.“

Hermes in Weyhe: Elektromobilität im Fokus

Berücksichtigt werden sollen bei dem Bau auch nachhaltige Aspekte. So strebe Hermes am Weyher Standort eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) an. Das Zertifikat würdigt den vorbildlichen Umgang mit Ressourcen und Umwelt. Neben ergonomischen und barrierefreien Arbeitsplätzen werde mit der Integration von E-Ladestationen ein Hauptaugenmerk auf Elektromobilität gelegt, heißt es. Dennoch sind es laut der Mitteilung am Ende bis zu 80 Touren, die von dem Standort aus gefahren werden.

Steffen Nadrowski, Fachdienstleiter bei der Gemeinde Weyhe, kann die Anwohner jedoch beruhigen: „Im Baugenehmigungsverfahren wird durch die zuständige Genehmigungsbehörde abgeprüft, ob alle planungs- und baurechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben erfüllt sind. Das umfasst auch etwaige Lärmimmissionen. Mir liegen keine Hinweise auf eine Überschreitung der einschlägigen Richtwerte durch den Betrieb vor.“

Bovenschulte: „Immissionen sind störender als ein Eventcenter.“

Eine mögliche Lärmbelästigung thematisierte 2017 eine eigens gegründete Bürgerinitiative gegen das geplante Eventcenter. Sie befürchtete eine „erhebliche Beeinträchtigungen der Wohn- und Lebensqualität“ durch die an- und abreisenden Besucher. Der ehemalige Weyher Bürgermeister Andreas Bovenschulte versuchte damals, die Auswirkungen des geplanten Eventcenters gegenüber der Bürgerinitiave zu marginalisieren. Ein Logistiker mit täglich 100 Lastwagenbewegungen könne sich rein rechtlich jetzt schon auf dem Areal ansiedeln, so Bovenschulte. Und dann über ein mögliches Logistikzentrum: „Diese Immissionen sind störender als ein Eventcenter.“

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