Anmeldefrist läuft bis zum 11. April

Osterfeuer: Umschichten schützt Jungvögel vor qualvollem Tod

Osterfeuer: Für Menschen schön, für Tiere tödlich. - Foto: dpa

Weyhe - Von Katharina Schmidt. Das Osterfeuer ist für viele Menschen eine lieb gewonnene Tradition. Jungvögel können in den Flammen jedoch qualvoll ersticken und verbrennen. Arten wie der Zaunkönig, das Rotkehlchen oder die Amsel nutzen die Reisighaufen gerne als Brutstätten. In diesem Jahr ist die Gefahr für Tiere besonders hoch. „Das Brutgeschäft ist in vollem Gange“, erklärt der Weyher Umweltbeauftragte Ulf Panten.

Dem Tierschutz zuliebe kontrollieren Mitarbeiter der Gemeinde demnächst verstärkt, ob die Organisatoren von Osterfeuern ihre Brennhaufen umschichten oder – noch besser – erst am Tag des Feuers aufschichten. Laut Panten kämen beim Umverteilen des Materials immer wieder junge Vögel oder Igel zutage. Sogar Katzenbabys seien schon einmal aufgetaucht, erinnert er sich.

Außerdem weist Panten darauf hin, dass Veranstalter ihr Osterfeuer unter Angabe genauer Flurbezeichnungen bis zum 11. April anmelden müssen. Hierfür stellt die Gemeinde auf ihrer Homepage ein Formular bereit. Auf der Internetseite gibt es auch Merkblätter, in denen die Auflagen für Osterfeuer gelistet sind. „Die Spielregeln sind zwingend einzuhalten“, so der Umweltbeauftragte.

Bisher 24 Brennhaufen gemeldet

Zu den Regeln gehört auch, dass private Feuer einzelner Personen nicht als traditionelles Brauchtum gelten könnten, da dort der öffentliche Charakter nicht gegeben sei. Darüber hinaus darf nur Baum- und Strauchschnitt sowie Stroh verbrannt werden. Gesägtes Holz – egal in welcher Form – hat auf dem Osterfeuer nichts zu suchen. „Ein Brauchtumsfeuer dient nicht der Abfallentsorgung“, stellt die Gemeinde in einem Merkblatt klar.

Mitarbeiter der Kommunalverwaltung kontrollieren die Einhaltung der Vorgaben an den Tagen vor dem Osterfest. Entdecken sie Verstöße, können sie das Abbrennen einzelner Haufen untersagen.

„Im vergangenen Jahr haben wir auch ein paar Schwarze Schafe erwischt“, erinnert sich Panten. Allerdings sei die Zahl der Verstöße im Vergleich zu früher überschaubar gewesen.

Bis jetzt sind ihm zufolge bei der Gemeinde Weyhe 14 Anmeldungen für Brauchtumsfeuer eingegangen. Erfahrungsgemäß werden am Osterwochenende in der Gemeinde mehr als 70 Haufen brennen.

Mehr online unter: www.weyhe.de

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