Ungewöhnliche Laufveranstaltung in der Gemeinde

Am 19. August von Schild zu Schild durch Weyhe

Ein Termin, den sich Lauffreunde in Weyhe merken sollten: Der „Weyher Ortsschild-Lauf“.

Weyhe - Von Julia Kreykenbohm. Manchmal entsteht aus kleinen Ideen etwas ganz Großes. So geht es gerade dem Team um Daniel Neuber aus Weyhe. Eigentlich wollten er und Laufpartnerin Katharina Krolak nach der Teilnahme an der Syke-Weyher-Crosslaufserie nur verhindern, dass sie lauftechnisch wieder einrosten.

Also planten sie, die Gemeinde zu durchlaufen, jeden der neun Ortsteile dabei zu besuchen und als Beweis dafür die Ortsschilder zu passieren. Diese Idee posteten sie auf Facebook. „Wir dachten, wenn wir fünf oder sechs Leute dafür gewinnen können, wäre das eine tolle Sache.“

Doch mit dem, was dann passierte, hatten Neuber und Krolak nicht gerechnet. „Die Aktion kam super an“, berichtet Neuber, dem die Freude über die tolle Resonanz noch immer deutlich anzuhören ist. Immer mehr Menschen bekundeten ihr Interesse, teilzunehmen, so dass ein Bekannter von Neuber, Robert Steinbicker, meinte: „Da müssen wir was draus machen!“ Gesagt getan. Neuber, Steinbicker, Laufpartnerin Krolak, Nele Künzel, Janett Gerken, Heiko Wittmershaus und Frank Esmann – alle Läufer aus Leidenschaft – gründeten den Verein Sportfreunde Weyhe, um die Organisation des ersten „Weyher Ortsschild-Laufs“ auf solide Füße zu stellen.

E-Mail-Anmeldungen erbeten

Wer Lust hat, mitzumachen, sollte sich im Vorfeld per E-Mail anmelden, damit die Organisatoren halbwegs planen können. Aber Kurzentschlossene können sich auch am Lauftag vor Ort noch eintragen.

Und so soll es am 19. August ablaufen: Etwa gegen 15 Uhr treffen die Läufer bei der ZSA ein. Um 16 Uhr eröffnet Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte als Schirmherr die Veranstaltung. Dann starten die Läufer. „Man kann entweder die 33 Kilometer alleine laufen, oder als Neuner-, Siebener-, Fünfer- oder Dreier-Staffel“, so Neuber. Übergabe des Staffelstabs sind dann die jeweiligen Ortsschilder. Die Strecke selbst wird ausgeschildert und von freiwilligen Helfern bewacht.

Die Mitglieder der Teams fahren per Shuttle-Service von der ZSA dorthin und werden auch wieder abgeholt. „Wer natürlich auf eigene Faust dorthin fahren möchte, kann das gern tun.“ An den Ortsschildern warten dann kleine Stände mit Getränken und vielleicht auch Obst auf die Läufer.

„Bei unserem Lauf geht es nicht darum, Bestzeiten zu schaffen“, betont Neuber. Das sei auch gar nicht möglich, schließlich überquere man Straßen, wo man hin und wieder an Ampeln warten müsse. „Es geht einfach um den Spaß am Laufen und darum, die Gemeinde auf diese Weise zu erleben.“

Geselliger Ausklang für 22 Uhr geplant

Gegen 22 Uhr soll die Veranstaltung ausklingen. Wie genau, ist noch nicht raus, da die Vorbereitungen noch im vollen Gange sind, aber auf jeden Fall sollen die Teilnehmer nicht einfach so auseinandergehen, sondern vielleicht noch „bei einem Bierchen zusammensitzen“.

Neuber und sein Team organisieren alles ehrenamtlich, weil sie „einfach Bock drauf haben“. Sie tragen auch alle Kosten selber. Deswegen müssen sie eine Startgebühr zwischen drei und fünf Euro erheben. Allerdings haben sich auch schon fünf Sponsoren, die Kreissparkasse, Raumausstatter Tiesing, Ronald Künzel Architekten (Wildeshausen), Osteopathische Pferdetherapie Künzel und die AOK gemeldet. „Wenn wir noch mehr bekommen, können wir das Ganze nächstes Jahr schon umsonst anbieten“, hofft Neuber. Denn eine einmalige Sache soll der „Weyher Ortsschild-Lauf“ nicht bleiben, sind sich die Sportfreunde einig.

Ebenfalls gesucht werden übrigens auch noch freiwillige Helfer, die an der Strecke stehen, die Stände betreuen oder beim Auf- und Abbau helfen. Sie können sich, wie die Sponsoren per E-Mail oder Facebook melden.

ortsschildlauf@icloud.com

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