Konzert-Film ab kommenden Sonntag im Netz

Online orgeln

Sind gespannt auf die Uraufführung des Online-Orgelkonzertes. Kreiskantor Ralf Wosch (rechts) und die Kantorin der Weyher Felicianuskirche, Elisabeth Geppert (links). Zu den neun Interpreten zählen (v.l.) Christiane Buhrdorf, Jonathan Fritzemeier und Soenke Janssen. 
Foto: Heinerr Büntemeyer
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Sind gespannt auf die Uraufführung des Online-Orgelkonzertes. Kreiskantor Ralf Wosch (rechts) und die Kantorin der Weyher Felicianuskirche, Elisabeth Geppert (links). Zu den neun Interpreten zählen (v.l.) Christiane Buhrdorf, Jonathan Fritzemeier und Soenke Janssen. Foto: Heinerr Büntemeyer

Weyhe – Der Kirchenkreis Syke-Hoya hatte ursprünglich Anfang Mai mit Orgelschülern aus dem Kirchenkreis in der Weyher Felicianuskirche ein Orgelkonzert geplant. Aber dann kam Corona. Das Konzert, auf das sich alle schon so gefreut hatten, musste abgesagt werden.

Doch Kreiskantor Ralf Wosch, der die Organistenausbildung geleitet hatte, fand gemeinsam mit seinen Studenten eine Lösung, damit am vorgesehenen Termin tatsächlich musiziert werden konnte. „Aber es gab bei diesem Konzert nur eine einzige Zuhörerin, und das war ich“, berichtete Elisabeth Geppert. Sie war als Kantorin der Felicianus-Kirchengemeinde Gastgeberin, hatte die Veranstaltung organisiert und die Orgel eingespielt.

Das Konzert wurde aus vier unterschiedlichen Kameraperspektiven aufgezeichnet. Anschließend setzte Soenke Janssen sich zu Hause in den „Schneideraum“, um aus dem Filmmaterial einen Film zu schneiden. Dieser Film ist jetzt fast fertig. Er wird am Sonntag, 28. Juni, ab 17 Uhr ins Netz gestellt und kann dort unter felicianus-kirche-weyhe.wir-e.de/Konzerte kostenlos abgerufen werden.

Auf diesen Film darf man gespannt sein. Nicht allein deshalb, weil der jüngste Organist erst neun Jahre alt ist und die älteste Musikerin in den 70er-Jahren jung war, sondern auch wegen des abwechslungsreichen Repertoires, das von Adele bis Bach und von „Conquest of Paradise“ von Vangelis bis zu Präludien unterschiedlicher Komponisten reicht.

Mit dem „Präludium in G“ von Johann Pachelbel eröffnet der elfjährige Jonathan Fritzemeier das Konzert und spielt anschließend mit seinem Lehrer Ralf Wosch „Wohl denen, die da wandeln“. Seinen ersten Konzertbeitrag leistet danach Soenke Janssen mit „Skyfall“ von Adele. Es wird interessant sein zu hören, wie „Wouldn‘t it be nice“ von den Beach Boys auf der Orgel klingt, wenn Kreiskantor Ralf Wosch in die Tasten greift und anschließend seinen Sohn David Bence Wosch bei „Clavicool“ am Klavier begleitet.

So bunt gemischt geht es weiter im Programm. Zweimal spielt Frauke Brandt auf der Querflöte und wird dabei von Ralf Wosch am Klavier begleitet. Auf das von Ralf Wosch arrangierte „Conquest of Paradise“, gespielt von Christiane Buhrdorf folgt ein musikalisches Zwischenspiel mit Stine Göbel an der Orgel. Jüngster Organist ist der neunjährige Hannes Heinemeyer, der zunächst „Wir alle wollen fröhlich sein“ und anschließend gemeinsam mit seiner Mutter die „Melodischen Übungen Nr. 1“ präsentiert. Kerstin Hillmann-Apmann erinnert mit „What a woderful world“ an Louis Armstrong. Im weiteren Verlauf des Programms spielt Ralf Wosch Tango, Blues und Bolero an der Orgel, und mit dem „Präludium Nr. V“ von Johann Sebastian Bach, gespielt von Frauke Brandt, endet das Konzert.

Die acht Orgelschüler haben einen unterschiedlichen Ausbildungsgrad erreicht. Hannes Heinemeyer hat vor noch nicht einem Jahr mit dem Unterricht begonnen, Soenke Janssen spielt seit fünf Jahren an der Orgel, und Frauke Brandt studiert in Osnabrück Musikpädagogik.

Ralf Wosch ist es mit diesem Konzert gelungen, allen acht Schülern eine gemeinsame Plattform zu bieten. „Es ist eine wertvolle Arbeit, die Ralf Wosch im Kirchenkreis mit dieser Ausbildung leistet“, lobt Elisabeth Geppert den Kreiskantor.

Viele Kirchengemeinden beklagen einen Mangel an Organisten, es werde immer schwerer, Urlaubs- oder Krankenvertretungen zu finden. Daher haben die meisten dieser Musikschüler in ihren Kirchengemeinden auch schon in Gottesdiensten mitgewirkt.

Ralf Wosch hofft, dass das Konzert bei einigen Zuhörern den Wunsch weckt, selbst das Spiel an der „Königin der Instrumente“ lernen zu wollen. Sie können sich unter 0172/3546680 weiter informieren oder gleich zum Orgelunterricht anmelden.  bt

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