Kleines Volksfest an der Angelser Straße

Offene Türen bei der Rettungswache: „Die Häuser sind die Stars“

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Beim Tag der offenen Tür der neuen Rettungswache werden auch Teddybären verarztet.

Leeste - Die Angelser Straße war am Sonntag zeitweise dicht, die Parkplätze auf dem Gelände der Feuerwehr und der Rettungswache überfüllt, die Fahrradständer reichten nicht. Der Tag der offenen Tür, mit dem sich die neue Rettungswache der Bevölkerung vorstellte, entwickelte sich zu einem kleinen Volksfest, denn das Interesse war riesengroß. Aber trotz aller Geräte, trotz der zweckmäßig ausgestatteten Fahrzeuge und der freundlichen Mitarbeiter und Ehrenamtlichen bestätigten viele Besucher den Eindruck von Till Bigalke: „Die Häuser sind heute die Stars.“

Geduldig und freundlich beantworteten Dienststellenleiter Frank Diephaus und seine rund 30 Mitarbeiter die vielen Fragen. Die Besucher schauten sich die Räume, die verschiedenen Geräte und Fahrzeuge an, ließen sich Abläufe erklären und erfuhren, dass in Leeste neben Rettungsassistenten und Notfallsanitätern auch drei Auszubildende tätig sind. Durchschnittlich rücken sie nach Aussage von Frank Diephaus pro Tag etwa 25 Mal aus, bei steigender Tendenz.

Im „weißen“ Bereich befinden sich ein gemütlich eingerichteter Wohn- und Aufenthaltsraum, während die übrigen wie Ausbildungs- und Nachbesprechungsraum, Abrechnungsbüro und Ruheräume eher zweckmäßig ausgestattet sind. Ein Alarmgang führt in die Fahrzeughalle, in der die Rettungstransportfahrzeuge, das Notarzt-Einsatzfahrzeug und ein Krankentransportwagen stationiert sind. Gleich nebenan befinden sich eine Wasch- und Desinfektionshalle, eine kleine Werkstatt und ein Materiallager.

Drei Notfallsanitäter in der Ausbildung

Wie der Ausbildungsbeauftragte für die DRK-Einrichtungen des Landkreises, Till Bigalke, berichtete, bildet die Leester Rettungswache gegenwärtig drei Notfallsanitäter aus.

Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre, und in Kürze wird der erste in Leeste ausgebildete Notfallsanitäter seine Abschlussprüfung machen. Dieser neue Ausbildungsberuf ersetzt den bisherigen Rettungsassistenten, für den eine zweijährige Ausbildung erforderlich war. Mit der Verlängerung der Ausbildung ist eine höhere Qualifizierung der Rettungskräfte verbunden, die wiederum erforderlich ist, um im Notfall umfangreichere Hilfsmaßnahmen vornehmen zu können. „Das ist eine vorbildliche Einrichtung“, lobte eine Besucherin, und ein anderer Gast erklärte, er habe „ein sehr beruhigendes Gefühl“.

Auch Polizei und DRK vor Ort

Auch die Freiwillige Feuerwehr Leeste hatte ihre Tore geöffnet und die Fahrzeuge auf den Platz gefahren, um den Besuchern Plätze zum Essen, Trinken und Klönen anzubieten. Die Polizei stellte einen Überschlag-Simulator vor, und der DRK-Ortsverein Leeste präsentierte sich mit einem Infostand, mit dem Schminktrupp und dem Jugendrotkreuz.

Die Ortsvereinsvorsitzende Astrid Schlegel informierte über eine Mitgliedschaft im DRK und bestätigte, wie wohl sich der Ortsverein Leeste in den ehemaligen Räumen der Feuerwehr fühlt. „Wir sind absolut zufrieden, das ist für alle eine echte Win-win-Situation“, erklärte sie.

Auch die Kreisbereitschaft nutzte den Tag der offenen Tür, um den geräumigen Gerätewagen und ein Boot der DRK-Wasserwacht vorzustellen, während in einem Rettungsfahrzeug die Reanimation an einer Puppe am Defibrillator dargestellt wurde. Rettungsassistent Ingo Löhmann gestattete einen Blick in den Krankentransportwagen, der im Oktober durch einen neuen Rettungstransportwagen ersetzt wird.

bt

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