Polizisten aus Weyhe sehen Kanzlerin und US-Präsidenten aus nächster Nähe

Obama-Besuch: Smalltalk mit dem Secret Service

Weyher Polizisten waren am Tor zum Schloss Herrenhausen (Bild) eingesetzt. - Foto: dpa

Weyhe/Hannover - Von Sigi Schritt. Acht Polizisten des Weyher Kommissariats sind beim Besuch des US-Präsidenten nicht nur Barack Obama ganz nahe gekommen, sondern auch der Kanzlerin Angela Merkel und den weiteren Staatschefs aus Frankreich, England und Italien.

Die Polizeikommissare aus der Wesergemeinde waren direkt am Eingang des Herrenhäuser Schlosses eingesetzt, schilderte gestern der Weyher Polizeichef Johann-Dieter Oldenburg. Sie mussten an zwei Tagen mehrere Stunden vor dem Tor bei Wind und Wetter ausharren. Sie erlebten das Aprilwetter von seiner unbeständigen Seite – Sonne, Regen, Graupel und Schnee.

Dabei kontrollierten die Polizeikommissare viele Gäste und den Tross der Politiker. „Die Weyher haben auch mit dem Secret Service des US-Präsidenten geplauscht“, berichtete Oldenburg. Probleme mit der Verständigung hatte es nicht gegeben, zumal alle sechs Ordnungshüter wie auch die zwei Beamtinnen Abitur haben und nicht nur Englisch, sondern sogar eine zweite Fremdsprache sprechen.

Die Weyher Polizisten erlebten den ersten Staatsbesuch eines US-Präsidenten in Hannover aus nächster Nähe, wobei das Schloss Herrenhausen an beiden Tagen stets im Mittelpunkt stand: Am Sonntagmittag war der US-Präsident mit seiner „Air Force One“ auf dem Flughafen in Langenhagen gelandet.

Später hatte Obama in Herrenhausen viel Zeit, um mit der Bundeskanzlerin zu plauschen. Ein gemeinsames Abendessen im Schloss rundete den ersten Besuchstag ab. Nach einem Rundgang über die Hannover-Messe trafen Merkel und Obama am Montagnachmittag europäische Staats- und Regierungschefs im Schloss – François Hollande (Frankreich), David Cameron (England) und Matteo Renzi (Italien). Mehrfach mussten also die Staatsschef des G5-Gipfels und ihr Gefolge am Tor vorbei, an dem die Weyher eingesetzt waren. Sie sicherten die Absperrungen am Sonntag von 8 bis 22 Uhr und am Montag von 8 bis 20 Uhr.

Die Weyher Polizisten bildeten unter anderem mit Ordnungshütern aus Syke, Sulingen und Diepholz einen Teil der Einsatzhundertschaft der Polizeidirektion Oldenburg.

Die Beamten haben von Sonnabend bis Dienstagmorgen in der Clausewitz-Kaserne in Nienburg-Langendamm übernachtet. „Auch wenn die Weyher in der Nähe wohnen, durften sie wegen der Unfallgefahr nicht nach Hause fahren, das sieht eine Arbeitszeitregelung so vor“, erläuterte Oldenburg. „Unterbringung und Frühstück waren gut.“

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