Übung der Weyher Feuerwehren

Ein Notfall jagt den nächsten

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In die verrauchten Hallen geht es natürlich nur unter Atemschutz.

Weyhe - Die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Weyhe hatten am Freitag einen Großeinsatz. Bei der Firma Dachdecker-Einkauf Nordwest an der Dreyer Mittelwendung war eine große Halle in Brand geraten, zwei weitere Hallen daneben waren total verqualmt und drohten auch Feuer zu fangen.

Hinzu kam, dass fünf Personen vermisst wurden und ein Mitarbeiter hilflos unter einer mit Gehwegplatten beladenen Palette lag. Zum Glück war alles nur eine Übung, aber eine sehr realitätsnahe. Pressesprecher Steffen Wohlers erklärte das Vorgehen der Einsatzkräfte. Alarmiert wurde demnach zunächst nur die Freiwillige Feuerwehr Dreye, doch nach einem festgelegten Plan rückten automatisch auch die Kollegen aus Sudweyhe, Kirchweyhe und Leeste aus. 

Als jedoch klar war, dass auch Personen vermisst wurden, mussten zusätzlich die Löschkräfte aus Lahausen, Melchiorshausen und Erichshof eingreifen.

Wasserwerfer aufgebaut

Das Ziel, eine Einsatzübung für alle Weyher Wehren vorzunehmen, war damit erreicht. Dreyes Ortsbrandmeister Jens Dummeyer organisierte als Einsatzleiter die Hilfeleistungen. Zunächst bauten die Aktiven mit dem Wasserwerfer von der Leester Hubarbeitsbühne herab eine „Riegelstellung“ zwischen die brennende und die beiden gefährdeten Hallen auf, sodass die Flammen nicht übergreifen konnten. Gleichzeitig begannen die Brandschützer, den unter der Palette liegenden Mitarbeiter durch den Einsatz von technischem Gerät zu befreien. 

Parallel dazu begann die Suche nach den Vermissten, denn bei allen Einsätzen hat die Menschenrettung Priorität. Allerdings gab es während der Suche durch Atemschutzträger eine weitere – ebenfalls simulierte – Notlage, denn ein Suchtrupp war im Einsatz in Gefahr geraten und musste unverzüglich durch einen Notfalltrupp daraus befreit werden.

Alle „Verunglückten“ gerettet

Glücklicherweise wurden alle verletzten und verunglückten Mitarbeiter geborgen und in einem eilends als Sammelstelle errichteten Notfallzelt untergebracht. Das hatten die Rettungskräfte so platziert, dass ein schneller Abtransport durch Rettungsfahrzeuge möglich gewesen wäre.

Gemeindebrandmeister Bernd Scharringhausen und sein Stellvertreter Folkard Wittrock, der diese Übung konzipiert hatte, waren mit dem Verlauf der Rettungsarbeiten sehr zufrieden. Sie lobten die gute Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren untereinander und den professionellen Einsatz der Atemschutzträger aus allen sieben Ortsfeuerwehren, die aus einer zentralen Sammelstelle heraus eingesetzt wurden.

Im Anschluss an die Aufräumarbeiten baten die Gemeindebrandmeister die insgesamt etwa 120 Aktiven zur Manöverkritik, die sehr positiv ausfiel, „aber Kleinigkeiten, die verbessert werden könnten, gibt es immer“, sagte Bernd Scharringhausen.

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