„Notabene“ feiert mit „So oder so“ Premiere in der KGS Leeste

Der Kontrast als Konstante

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Lieder bleiben im Rahmen, Lieder fallen aus dem Rahmen – so oder so begeistert der Chor „Notabene“ in Leeste das Publikum.

Leeste - Von Angelika Kratz. Die Fragen „Hallo wie geht`s, wie steht`s, was gibt's Neues, was liegt an?“, beantwortete der A-cappella-Chor „Notabene“ humorvoll und aussagekräftig mit einem „Muss ja“. Schließlich sei das Leben „mal so oder so“, entsprechend dem Titel des neuesten Programms.

Zu dessen Premiere füllte sich das Forum der KGS Leeste am Samstagabend mit vielen erwartungsfreudigen Gästen aus den unterschiedlichsten Altersschichten. Die Laune war schon vor Beginn des gut zweistündigen Konzertes prima. Mit großem Applaus empfing das Publikum die 28 Sängerinnen und Sänger, als diese mit Leiterin Kirsten Bodendieck die Bühne betraten. Schwarz-weiß mit vielen witzigen Details war die Kleidung des schwungvollen Chores im ersten Programmteil. Die Moderation übernahmen Brigitte Horndasch und der Neuzugang im Chor, Daniel Sieckmann.

Im Hinblick auf eventuelle, krasse Kontraste warnte das Ensemble die Gäste gleich vor. „Bitte nicht wundern, wenn es eigenartig wird“, hieß es. Denn alles habe seine Zeit, auch in einem Konzert.

Was damit wohl gemeint sein könnte, sollte das Publikum schnell erfahren. Stücke wie das fröhliche „Coming home“ von Sascha, „Da unten im Tale“ von Johannes Brahms und „Komm lieber Mai und mache“ wechselten einander ab. Mal in großer, mal in kleiner Besetzung trug „Notabene“ die Lieder stets mit einem Augenzwinkern und Fingerschnipsen vor. Ob Swing oder afrikanische Klänge: Das Gleichbleibende im neuen Programm war der Kontrast. Die Zuschauer hatten somit keine Möglichkeit, allzu lange in einer musikalischen Ecke zu verharren.

„So oder so“ ging es rasant weiter bis hin zu einem tollen Medley mit grünem Kaktus aus den 1930er- Jahren und einem gerappten „Alle meine Entchen“.

Die notwendige (Atem-) Pause nutzte der Chor zum Wechseln seines Outfits. Die Farben Grau, Rot und Türkis überraschten im zweiten Teil des Abends ebenso wie die pinkfarbenen Stulpen der Chorleiterin. Es ging bergauf und bergab durch englische Landschaften, es flossen Tränen, laut ertönte der Schrei nach Liebe, und erst beim „Goodbye“ der Beatles fand die Seele schließlich ein wenig Ruhe. Oft witzig oder mit Bilderrahmen in Szene gesetzt, ließen die Mitglieder keine Langeweile aufkommen.

Keine Ehrfurcht gab es vor den uralten Volksliedern, die in verdrehter Version ganz neu daherkamen. „Was ist, wenn Text und Melodie nicht zusammenpassen?“, fragte Moderatorin Brigitte Horndasch das Publikum. Die Antwort: „Auch daran kann man sich gewöhnen.“ Den Beweis trat der Chor gleich im Anschluss an.

Fazit: Es machte Spaß, bei „So oder so“ dabei zu sein. Die vielen tollen Stimmen vermittelten glaubwürdig die Freude am Gesang. So kam das Ensemble nicht an einer Zugabe vorbei.

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