Weserradweg in Weyhe: Räder rollen nun auf Asphalt und nicht mehr auf Schotter

„Nicht hübsch, aber durchaus befahrbar“

Der Mittelweserverband hat auf einem etwa 400 Meter langen Teilabschnitt den Weyher Weserradweg verschwenkt. Die alte Strecke gibt es nicht mehr. Sie liegt jetzt auf dem Betriebsgelände der Firma Winkler. Fotos Sigi Schritt

Dreye - Von Sigi Schritt. Der Weserradweg und auch der integrierte Teilabschnitt des Jakobswegs hat jetzt auf dem Deich in Weyhe eine durchgängige Asphaltschicht erhalten. „Noch sind nicht alle Arbeiten abgeschlossen“, sagt Rolf Schmidt aus dem Fachbereich Bau und Liegenschaften der Gemeinde. Der neue Weg ist momentan „nicht besonders hübsch, so der Fachmann, doch er ist „durchaus befahrbar“ und „breiter“.

Radler müssen seit Kurzem nicht mehr einen etwa 1 000 Meter langen Umweg in Kauf nehmen. Der neue Abschnitt wird auch schon von Radlern angenommen. Das hat eine Stippvisite vor Ort gezeigt.

Der Weg befindet sich auf einem Hochplateau. Dieses Gelände war vor Beginn der Arbeiten bereits vorhanden, nur noch nicht hoch genug. Um einen Meter wurde das Areal erhöht. An dessen Rand verläuft jetzt die Strecke. Sie hat eine geschwungene S-Kurve bekommen. Das dient der Sicherheit: Die Fahrradfahrer können jetzt von Weitem sehen, ob zum Beispiel Laster der Firma Winkler den Weserradweg überqueren. Die Fahrzeuge dieser Baufirma gelangen nun auf einem eleganten Weg zum Binnenschiff-Anleger am Blauen Werder. Zuvor waren die schweren Fahrzeuge den Deich hochgefahren und hatten plötzlich den Weg gekreuzt. Jetzt benutzen die Fahrzeuge eine kleine Rampe. Sie führt von der Betriebsfläche der Firma, die sich ebenfalls auf dem Hochplateau befindet, auf den Radweg. Dort angekommen, können die Fahrer gleich zum Entladehafen abbiegen.

Die Umgestaltung dieses Teilabschnittes hat 300 000 Euro gekostet.

Mit der Freigabe ist außerdem ein langjähriges Ärgernis beseitigt. Wie berichtet hatten sich Radfahrer jahrelang über die Schotterpiste beschwert. Mehrfach hatte der Mittelweserverband Bauarbeiten angekündigt, denn damit sollte die Deicherhöhung auf Weyher Gebiet abgeschlossen werden. Daraus wurde oftmals nichts – aus mehreren Gründen.

Schmidt erläuterte, dass es lange gedauert hatte, die Eigentumsverhältnisse zu klären. Es ging sowohl um Grundstücke mit vielen Eigentümern, als auch um Planfeststellungsverfahren. Außerdem war die Finanzierung lange Zeit nicht gesichert gewesen, und zuletzt spielte das Wetter nicht mit. Die Gemeinde wollte selbst keine Steuermittel auf Verdacht einsetzen, um auf eigene Kosten eine Asphaltschicht einzuziehen. Diese wäre ebenfalls ein Provisorium gewesen, hatte der damalige Bürgermeister Andreas Bovenschulte gemahnt. Und er wusste auch nicht, wann das Provisorium gewichen wäre.

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