Handgemachter Blues von erfahrenen Musikern um Gerd Bastigkeit aus Kirchweyhe

New Jam veröffentlichen neues Album

Gerd Bastigkeit sitzt in seinem Musikraum.
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Kreatives Refugium: Gerd Bastigkeit in seinem Rückzugsort und Musikraum.

Weyhe – „New Jam“ heißt das neue Blues-Album mit 13 Liedern der gleichnamigen Band mit moderner Optik um den Kirchweyher Musiker Gerd Bastigkeit. Die Themen drehen sich um Hamsterräder und schwere Tage, die jeder einmal hat, sowie dem steten Steuerkurs Richtung Sonne. Es ist ein positives Album, das Lebensfreude weckt. Wer es hört, beginnt zu Träumen und merkt bald den eigenen Fuß wippen.

„Es ist klarer und aufgeräumter“, sagt Bastigkeit über das neuste Werk seiner Band. Diese besteht aus Jennifer „Jenni“ Bothe (Vocals), Frank Mattutat (Drums) und Gerd Bastigkeit (Vocals, Keys). Dazu gesellen sich auch mal Franz Powalla und Andi B. an der Gitarre als Gastmusiker. Die Mitglieder kennen sich schon lange. „Da herrscht Freundschaft, das ist ein Team“, schwärmt Bastigkeit über das Zusammenwirken.

Was motiviert den Musiker? „Im Leben versuchen, auf die Sonnenseite zu kommen. Jeder hat mal schlechte Phasen. Wichtig ist, das Ruder in der Hand zu halten“, sagt er. Dazu möchte er mit seiner Musik beitragen. Außerdem wolle er kreativ werden. „Du kannst ja nicht den ganzen Tag Sport treiben oder in der Natur sein.“ Er wolle mit dem Album helfen, aus dem „eintönigen Gedankenkarussell“ während der Coronazeit auszubrechen.

Dazu macht das neue Album mit dem Anti-Corona-Song „Can’t Stop“ auf, das dem Publikum bereits seit März bekannt ist und sogar als Videoversion Weyher Motive einbindet und bei YouTube zu hören und sehen ist (www.bit.ly/3fC3s0N). Es entstand ursprünglich als Einzelsong mit Unterstützung des Kulturbüros der Gemeinde Weyhe. Lied und Video sind unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen entstanden. Das heißt, Bastigkeit führte mit einem Drum-Computer sechs Tonspuren nach und nach zusammen. „Bass, Hemingway-Orgel und so weiter“, zählt er auf. Das Besondere diesmal: Auf dem Album ist „Can’t Stop“ als Neufassung zu hören. Die Version wurde live und gemeinsam von der Band im Tonstudio aufgenommen.

Als Bandversion entstanden auch die neuen Songs „Getting’ better“ – eine Liebeserklärung von Bastigkeit an seine Frau – und „Voll das Leben“ – der einzige deutschsprachige Titel. Die beiden Titel sowie „Don’t Stop“ entstammen aus der eigenen Feder, so der Musiker. Die übrigen Aufnahmen auf dem Album sind Coverversionen von Songs wie „Purple Rain“ von Prince & The Revolution. Nicht ganz ohne: „Das darf man nur machen, wenn man sie wirklich beherrscht“, erklärt Bastigkeit.

Für die ersten beiden Videodrehs der Band zu „Can’t Stop“ und „Voll das Leben“ zeichnet sich Franziska Gröne verantwortlich, die digitale Medien studiert hat und als freie Mitarbeiterin im Kulturbereich der Gemeinde Weyhe arbeitet. Zusammengebracht über die Gemeinde, entwickelte sich der Kontakt zur Band New Jam, berichtet Gemeinde-Pressesprecher Sebastian Kelm.

Bastigkeit selbst ist Wahl-Weyher. In Schleswig geboren und in Wiesbaden aufgewachsen, zog es ihn vor rund 30 Jahren „über Umwege und der Liebe wegen“ zurück in den Norden nach Kirchweyhe. Mit 20 Jahren machte Bastigkeit in Freiburg eine Massage-Ausbildung. Heute massiert er aber nur noch Ohren mit seiner Musik – am liebsten live und vor Publikum.

Umso mehr bedauert Bastigkeit, dass New Jam seit nun eineinhalb Jahren wegen der Pandemie keine Auftritte mehr geben konnte. Der Musiker selbst erhält am 4. Juni seine zweite Corona-Impfung. Er hofft, noch in diesem Jahr wieder auftreten zu können, wenn sich mehr Menschen impfen lassen. Doch nun will er erst einmal die „Ernte einfahren“ für die Arbeit, die in dem neuen Album steckt und die Resonanz abwarten.

Der Musik, mit der seit frühen Tagen verbunden ist, bleibt er treu. Mit neun Jahren hatte Gerd Bastigkeit Klavierunterricht, seit rund zehn Jahren gibt er selbst welchen. Mit 15 spielte er zum ersten Mal in einer Schülerband. „Ich habe immer Leute zum Musizieren gesucht“, sagt er. Als Autodidakt gelangte er schließlich zum Blues. Doch: „Diese Schiene kann man nicht lernen. Blues muss man im Blut haben.“

Weitere Informationen

Das Album „New Jam“ ist in Kirchweyhe bei der Buchhandlung Schüttert am Marktplatz für zwölf Euro erhältlich. Die Band, die für Auftritte gebucht werden kann, ist im Internet unter www.newjam.de zu finden. Dort gibt es auch Hörproben aktueller und älterer Songs.

Von Gregor Hühne

Neues Album: Wohlige Beats, positive Rhythmen.

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