Neun Monate Bauzeit: Leester Kirchengemeinde weiht am Sonntag das Gemeindehaus ein

Altes Interieur für neuen Saal

+
Im Foyer des neuen Gemeindehauses bereiten Patrick Schwecke (r.) und Gerd Sudhop, Mitarbeiter der Tischerlei Lange, den Einbau einer Türzarge vor.

Leeste - Von Sigi Schritt. Maler gestalten eine Wand, Tischler bringen Türzargen an – die Handwerker legen einen Endspurt ein, denn die Leester Kirchengemeinde will am kommenden Sonntag ihr neues Gemeindehaus einweihen und den Kirchenmitgliedern das Gebäude vorstellen.

Der Gottesdienst in der Marienkirche nebenan beginnt um 10 – der Empfang um 11 Uhr. Der Posaunenchor und der Kindergartens Morgenland sorgen für einen musikalischen Rahmen. Es gibt einen Imbiss mit einem Umtrunk kündigen Günther Knief und Helga Friemel vom Kirchenvorstand an.

Die Gäste bekommen Gelegenheit, sich in dem rund 390 Quadratmeter großen Haus umzusehen und einen Blick in den neuen Gemeindesaal zu werfen, ebenso in den Besprechungsraum sowie in den Unterrichtsraum für die Konfirmanden und ins Büro. Die Mitglieder des Bauausschusses, Günther Knief und Volker Greulich, bieten kleine Führungen an. Aus erster Hand erfahren die Besucher mehr über das energetische Gebäudekonzept, das unter anderem die Landeskirche Hannover und der Kirchenkreis genehmigt hatten. „Wir hätten gerne mehr Räume zur Verfügung gehabt“, bedauert Pastor Holger Tietz. Ein größerer Bau sei angesichts der Gemeinde mit aktuell 6000 Mitgliedern nicht drin gewesen. Was anderes hätte sich sicherlich ergeben, wenn Leeste beispielsweise weitere 2000 Mitglieder hätte, wirft Pastor Ulrich Krause-Röhrs ein. Etwas anderes gelte für das Pfarrhaus, in das er Anfang Dezember als Mieter eingezogen ist. „Das ungewöhnliche Gebäude ist pfiffig und schick gebaut“, so Krause-Röhrs. „Manche nennen es eine Prunkvilla, doch die Größe der Wohnfläche ist von der Landesregierung vorgegeben. Die Wohnung mit 180 Quadratmetern ist für eine Familie mit drei Kindern vorgesehen.“ Dazu komme noch ein öffentlicher Teil, ein Büro mit 60 Quadratmetern.

Die Baukosten für das Pfarrhaus und für das Gemeindehaus beziffert die Kirchengemeinde auf 1,5 Millionen Euro. Es sei eine Finanzierung zu einem Drittel aus Landesmitteln und einem weiteren Drittel vom Kirchenkreis. Das restliche Geld stammt aus Grundstücksverkäufen. So ist das alte Gemeindehaus mit dem 4800 Quadratmeter großen Grundstück an der Schulstraße verkauft, bestätigt die Kirchengemeinde. Es sei ein Käufer aus der Region, merkten sie lediglich an. Das Haus sei jetzt auch geräumt. Fleißige Helfer und ein Umzugsunternehmen hatten laut Günther Knief zwischen Weihnachten und Neujahr die Stühle, Tische, die Holzgarderobe und den historischen Tresor sowie die Kirchenbücher und das Archivmaterial zum Henry-Wetjen-Platz transportiert. Das Grundstück an der Schulstraße hat nach Kreiszeitungsinformationen der Unternehmer Valerius Pfeifer erworben. „Den Kaufvertrag haben wir vor zwei Monaten abgeschlossen“, sagte er auf Anfrage. Er möchte dort drei Mehrfamilienhäuser bauen. Sie sollen ähnlich aussehen wie die auf dem Sudweyher Voßmeyer-Areal und erneut von der Sparkasse vermarktet werden. „Das hat sich bewährt.“

Mehr zum Thema:

Saarländer wählen neuen Landtag - Reicht es für Rot-Rot?

Saarländer wählen neuen Landtag - Reicht es für Rot-Rot?

Ferrari-Star Vettel triumphiert beim WM-Auftakt

Ferrari-Star Vettel triumphiert beim WM-Auftakt

London: Fast alle Festgenommenen wieder frei

London: Fast alle Festgenommenen wieder frei

Werk-Kunst Ausstellung im Verdener Rathaus

Werk-Kunst Ausstellung im Verdener Rathaus

Meistgelesene Artikel

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Sattelzug blockiert Lange Straße

Sattelzug blockiert Lange Straße

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Kommentare