Politik akzeptiert die Mehrkosten der Leester KGS-Sanierung in Höhe von 2,5 Millionen Euro / Arbeiten im Zeitplan

Neues Aushängeschild für die Gemeinde

Abgeklebt: Eine Fensterfront der KGS Leeste im fünften Bauabschnitt.
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Abgeklebt: Eine Fensterfront der KGS Leeste im fünften Bauabschnitt.

Weyhe – Einst gaben die beiden Hörsäle der Kooperativen Gesamtschule Leeste einen Vorgeschmack auf das, was die späteren Abiturienten an Unis erwartet: Frontalunterricht – in noch wesentlich größeren Räumen mit ansteigenden Sitzreihen als in Leeste. Doch die Weyher Hörsäle erfüllten lange ihren Zweck: Immerhin konnten in den Anfängen der Schule jeder Schüler von seinem Platz aus ein Experiment im Chemieunterricht verfolgen. Durch den treppenartigen Aufbau der Klappsitze – ähnlich wie im Stadion – hatte jeder freie Sicht. Zuletzt waren die Säle nur noch Abstellräume und mutierten für so manchen Schüler zu Geheimkammern.

Diese Geheimkammern gibt es nicht mehr. Wie Tanja Remke den Mitgliedern des Schulausschusses am Dienstagabend in einer Fotoschau präsentierte, sind jene Säle mit den grünen Klappstühlen einer Sitzlandschaft gewichen, die Platz für 250 Schüler bietet. Überhaupt ist die Schule viel heller geworden: Holz und Glas sind die vorherrschenden Materialien. Wie die Architektin dem Gremium deutlich machte, sei in den zurückliegenden drei Bauabschnitten „eine tolle Raumqualität erreicht, die sich positiv aufs Lernen und Verhalten der Schüler auswirkt“. Die introvertierte geschlossene Atmosphäre sei einer offenen, lichtdurchfluteten Lernumgebung gewichen: Die Glaswände zum Flur erwiesen sich eben nicht als störend, sondern bewirken im Zusammenspiel mit dem Lernen auf dem Flur eine Steigerung der Qualität des Unterrichts. Mehr noch: Die Schüler eines Jahrgangs haben ihre eigenen Aufgänge und somit ihren Bereich. Das komme gut an, so Remke. Am Anfang hatte es noch Vorbehalte wegen der vielen Glasscheiben gegeben, doch nun seien Klassenräume, die keine Glaswände zum Flur bekommen haben, die unbeliebtesten, so Remke.

Die Sanierung sei im Zeitplan, erläuterte die Architektin. Derzeit stünden Estricharbeiten im vierten Bauabschnitt (Bereich über Lehrerzimmer) an. Parallel brechen Handwerker im fünften Bauabschnitt (der Bereich der Naturwissenschaftsräume) Wände ab. Die Erfahrungen aus den vorangegangen Bauabschnitten bewirkten eine Effizienzsteigerung, so die Architektin. Außerdem begründete sie, weshalb der Preis für die Sanierung am Ende wohl um 2,5 Millionen teurer wird (wir berichteten). Estrichböden mussten ausgetauscht werden. Zudem wurde eine Schadstoffsanierung erforderlich, obwohl es schon mal eine Sanierung gegeben hatte. „Diese Mehrkosten sind bitter“, räumt Remke ein. Die seien aber nicht vorhersehbar gewesen, und die Behebung der Probleme seien unabdingbar.

Bürgermeister Frank Seidel (SPD) bedankte sich bei den Fraktionen, dass sie die Mehrkosten mittragen würden.

Natürlich sei das viel Geld, so Hannelore Roitsch-Schröder (Grüne), aber sie erinnert an andere Schulbauten im Kreis, bei denen der Umbau auch nicht einfach war.

Als die Schulsanierung vor Jahren durchgerechnet worden sei, sollte sie „nur“ neun Millionen Euro kosten, erinnert Dietrich Struthoff (CDU). Jetzt sind es zehn Millionen mehr. „Dafür bekommen wir aber praktisch eine neue Schule“, und „ein Ende ist mit 2021 in Sicht. Struthoff hofft, dass die Schlussrechnung nicht 20 Millionen Euro übersteigt. Die Schule werde ein „Aushängeschild für die Gemeinde.“

Von Sigi Schritt

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