Melchiorshauser Feuerwehr erhält modernes LF 10, das über zwei Pumpen verfügt

Mit dem neuen Löschfahrzeug schneller als die Polizei erlaubt

Ortsbrandmeisetr Thorsten von Niesewand, Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Gemeindebrandmeister Norbert Warnke (v.l.) begutachten das neue Fahrzeug. - Foto: Ehlers

Melchiorshausen - Offensichtlich hat die Freiwillige Feuerwehr Melchiorshausen mit dem nagelneuen Löschfahrzeug, einem LF 10, einen Wagen mit hervorragenden Fahreigenschaften erworben. Mitglieder der Ortsfeuerwehr hatten den auf einem MAN-Fahrgestell ruhenden Magirus beim Herstellerwerk in Ulm abgeholt. „Auf der Überführungsfahrt waren wir schneller als die Polizei erlaubt“, gestand Ortsbrandmeister Thorsten von Niesewand am Freitag bei der Übergabefeier und fügte hinzu, dass die Verwaltung wohl noch mit einem Bußgeldschreiben rechnen muss.

Niesewand bedankte sich bei Rat und Verwaltung für das Fahrzeug, mit dem das 25 Jahre LF 8 abgelöst wird. Nach Aussage von Bürgermeister Andreas Bovenschulte kostete die Neuanschaffung 234.000 Euro. Mit diesem LF 10 habe die Gemeindefeuerwehr das angestrebte Ziel, jede Ortsfeuerwehr mit einem Wasser führenden Fahrzeug auszustatten, erreicht. „Das alte LF 8 hatte nur 10 Liter Wasser in der Kübelspritze“, der Bürgermeister. Er hoffe, dieses Fahrzeug müsste niemals eingesetzt werden. Diese Hoffnung war aber schon bei der Übergabe am Freitag von der Realität überholt, denn das LF 10 hatte bereits zwei Einsätze gefahren.

Gemeindebrandmeister Norbert Warnke bestätigte die einsatztaktischen Vorteile. Jetzt sei es an den Aktiven, sich damit vertraut zu machen. „Aber ich bin mir sicher, dass ihr das hinkriegt“, so Warnke, der den Fahrzeugschlüssel an den Ortsbrandmeister weiter reichte.

Nach Aussage von Torsten Jacob, der zum Planungsstab für die Gestaltung des Fahrzeugaufbaus gehörte, verfügt der Löschwagen über zwei Pumpen, weil die Melchiorshauser Wehr im Gemeindeverbund für die Wasserförderung zuständig ist. Die größere Pumpe hat eine Nennleistung von 2.000 Litern bei zehn Bar Druck. Damit ist dieses Fahrzeug mit allen Einheiten der Weyher Wehren kompatibel.

Das einzige Zugeständnis, das die Planungsgruppe machen musste, war die Höhe von 2,90 Metern, da es mit der fahrzeugüblichen Höhe von 3,20 Metern nicht in das Melchiorshauser Gerätehaus gepasst hätte. 

bt

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