Neue Skateranlage beim Haus der Krippenkinder eingeweiht

Nach der Schule geht es nun direkt auf die Quarterpipes

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Seit Sonntag nutzen die Jugendlichen „ihre“ neue Skateranlage.

Kirchweyhe - Von Philipp Köster. „Is cool geworden hier.“ Das knackige Lob von Sebastian für die neue Skateranlage beim Haus der Krippenkinder kam gestern aus berufenem Munde. Der 14-Jährige nutzt seit Sonntag mit seinem Roller die Bahn. Entschuldigung: Scooter heißt das im Fachjargon.

Apropos Fachbegriffe: Wer sich die Bestandteile der Anlage betrachtet, die am Freitagnachmittag mit rotem Bändchen, Grillwürstchen und Getränken sowie unter den Augen von Anwohnern, Eltern und Parteien- und Verwaltungsvertretern offiziell eingeweiht wurde, muss schnell seinen begrifflichen Horizont erweitern: Da gibt es Quarterpipes, eine New Rail und eine Jump Box sowie einen Curb. Auf den stabilen Elementen auf Betonbasis vollführten die rund 40 Kinder und Jugendlichen am Freitag die tollkühnsten Kunststücke, sogar Salti und Überschläge hatten sie auf ihren Scootern, Skateboards und BMX-Rädern im Repertoire.

Seit der Freigabe am vergangenen Wochenende frequentieren die jungen Leute die Anlage gleich nach der Schule beziehungsweise nach den Hausaufgaben. Selbst aus Barrien kommen jugendliche Nutzer.

Das Besondere ist, dass die Sprösslinge sich selbst dafür eingesetzt haben. Daran erinnerte auch der stellvertretende Bürgermeister Frank Seidel in seiner Einweihungsrede: „Genau vor einem Jahr, am 18. September, kamen Fynn, Moritz und einige andere in die Bürgermeistersprechstunde und schilderten den bescheidenen Zustand der alten Anlage. Bescheiden ist dabei noch freundlich formuliert.“ Die 15 Jahre alte hölzerne Skaterbahn sei marode, der Platz trotz Pflege durch die Jugendlichen oft vermüllt und mit Scherben übersät gewesen.

Bei Politik und Verwaltung waren die jungen Leute auf offene Ohren gestoßen. Nach der Vorstellung des Zustands im Ausschuss ging es gemeinsam mit Jugendpfleger Günter Meyer in einem Workshop an die Umsetzung der Wünsche. Am Ende kam laut Seidel eine 50000 Euro teure Anlage heraus. In Kürze folgt noch ein Unterstand.

Das Engagement der Jugendlichen sei beispielgebend dafür, etwas erreichen zu können, wenn man „Mut hat und mit dem Arsch hochkommt“, und das innerhalb kurzer Zeit.

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