Nabu-Station am Böttchers Moor

500 neue Mitgliedsanträge für den Naturschutz

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Nabu-Mitglied und „Weyher des Jahres“ Manfred Böcker informiert über den erfreulichen Zustand des Böttchers Moors. 

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Der Wasserpegel des Böttchers Moors ist nach dem vor wenigen Monaten erreichten Höchststand von 80 Zentimetern inzwischen trotz der feuchten Witterung wieder auf 65 Zentimeter gesunken. Die Besucher des gestrigen Tages der offenen Tür bei der Nabu-Station machten sich darüber Gedanken, denn geregnet hatte es genug. Welche Rolle spielt die Trinkwasserförderung?

Ein Zusammenhang sei nicht so ohne weiteres nachzuweisen, warnte Nabu-Mitglied Manfred Böcker vor voreiligen Schlüssen. Er berichtete, dass die Harzwasserwerke inzwischen drei Grundwasser-Messstellen eingerichtet haben, zwei am Ufer und eine dritte im Wasser. Jetzt könnten die Schwankungen der Stände und die Menge des abgepumpten Wassers in einen zeitlichen Bezug gesetzt werden. „Die Frage ist, wie fair die sind“, hieß es zu diesem Verfahren.

Aber immerhin: Vom Anleger aus konnten die Besucher bei einem Blick ins Wasser zahlreiche kleine Fische sehen, auch Enten mit Küken bevölkern den See. Dass sich die Anzahl der hier brütenden Gänse und Enten auf die wenigen Exemplare beschränkt, führt Manfred Böcker darauf zurück, dass noch immer viele Besucher mit ihren Hunden den inneren Weg um das Biotop nutzen. Die Vögel fühlten sich dadurch gestört.

Demnächst sollen am Gewässerrand wieder Schilfkolben angesiedelt werden. Sie bieten Vogelarten ein Versteck und tragen gleichzeitig zur Wasserreinigung bei.

Die Besucher spazierten auch auf dem Informationspfad durch das Gelände und kamen dabei am sogenannten Eulenturm, dem ehemaligen Transformatorenhäuschen, vorbei. Dort brüten gegenwärtig Schleiereulen.

Böcker hatte selbst erzeugten Honig mitgebracht und informierte die Besucher über Bienenhaltung und Imkerei.

Für viele Kinder standen vor allem die beiden Lämmer im Blickpunkt des Interesses. Auf Nachfrage bestätigte Böcker die positive Entwicklung des Gänsebach-Biotops, um das sich Thomas Klauke kümmert. Dort möchte der Nabu gerne Laubfrösche ansiedeln, doch bisher fehlt noch die Vernetzung zu einem zweiten geeigneten Biotop, um den Gen-Austausch zu gewährleisten.

Als nächste größere Maßnahme plant der Nabu in Kooperation mit der Verwaltung in der Hache-Flutmulde eine Ruhigwasser-Zone, der ständig Wasser aus der Hache zugeführt wird. Ein entsprechender Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung wurde bereits eingereicht.

Äußerst erfolgreich ist die Mitgliederwerbung verlaufen. Nach Angaben von Böcker wurden allein für den Ortsverein Weyhe rund 500 Mitgliedsanträge ausgefüllt. Auch einige der Besucher gestern gehörten zu den potenziellen Neu-Mitgliedern.

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