Zapfsäulen auf GS-Agri-Areal stehen bald rund um die Uhr zur Verfügung

Neue Diesel-Tankstelle in Melchiorshausen

Kraftstoff satt: An diesen Säulen auf dem GS-Agri-Gelände gibt es Diesel mit und ohne Bio-Ethanol. Fotos: Sigi Schritt
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Kraftstoff satt: An diesen Säulen auf dem GS-Agri-Gelände gibt es Diesel mit und ohne Bio-Ethanol.

Weyhe - Die Arbeiten auf dem neuen GS-Agri-Gelände in Melchiorshausen nähern sich dem Ende. Projektleiter Jürgen Focke und Standortleiter Frank Schröder erläutern, was auf dem 1,4 Hektar großem Areal an der Ristedter Straße noch zu tun ist. Die neue Diesel-Tankstelle, die dort bereits montiert ist, ist zum Beispiel noch nicht einsatzbereit.

„Wir rechnen aber damit, dass die Tankstelle bald eröffnet werden kann“, sagt Frank Schröder. Er glaubt, dass die Prüfer der Dekra, die für nächste Woche einen Termin vereinbart haben, rechtzeitig kommen und entsprechend fertig werden, die Anlage auf Herz und Nieren zu checken und anschließend rechtlich abzunehmen. Wie Schröder erläutert, stehen den Kunden drei Zapfsäulen zur Verfügung: Zwei für Diesel (mit und ohne Anteil von Bio-Ethanol) und eine weitere für Ad Blue. Die Kraftstoffe befinden sich in einem dreigeteilten 100 000 Liter fassenden, freistehenden Tank, wobei für den Harnstoff Ad Blue 10 000 Liter und für den Bio-Diesel insgesamt 60 000 Liter vorgesehen sind.

GS Agri habe großen Wert auf Sicherheit gelegt und das Vorhaben mit dem Abwasserverband Stuhr-Weyhe abgesprochen, sagt Jügen Focke. Die doppelwandigen Tanks, von Barrieren geschützt, stehen auf einer betondichten Sole, erklärt der Projektleiter. In der Anlage sei selbstverständlich ein Ölabscheider integriert. Außerdem habe auch die Fläche vor den Säullen eine spezielle Entwässerung: ein Abscheider sei vorgeschaltet. Mehr noch: Wenn zum Beispiel ein Schlauch kaputt geht oder reißt, springen Sicherungen an. Sie registrieren den Druckverlust und verriegeln die Rohre automatisch. Sollten im Fall einer Havarie bereits kleinere Mengen Flüssigkeiten auslaufen, werden diese in einem speziellen Tank aufgenommen. „Er hat ein gewisses Speichervolumen“, so Focke.

GS Agri will sogenannten „Galgen“ errichten

Die gleiche Sicherheit gilt laut Focke auch für die zwei ebenfalls je 100 000 Liter fassende Tanks stickstoffhaltigen Flüssigdünger. GS Agri hat bereits eine Möglichkeit geschaffen, dass Landwirte die Ammoniumnitratharnstofflösung tanken können, aber die Genossenschaft mit Sitz in Schneiderkrug will laut Frank Schröder noch einen sogenannten „Galgen“ errichten. Das ist eine Anlage, in der der Düngemittel-Schlauch für die Befüllung über einen Mast und einen Ausläufer so in die Höhe geführt wird, dass der Landwirt seinen Behälter bequem von oben befüllen kann.

Zurück zur Tankstelle: Wer bei GS Agri Diesel beziehen möchte, sollte die Prozedur kennen. Zwar könne jeder Diesel ordern, man müsse sich allerdings zuvor als Kunde registrieren lassen, erklärt Focke. Kunden bekommen dann einen Chip.

Die Halle ist fertig.

Wer möchte, kann dann sogar mitten in der Nacht Sprit beziehen. „Das Gelände ist aber weder ein Hubschrauberlandeplatz noch ein Stadion“, witzelt Focke. Es sei dunkel und werde kameraüberwacht. „Man kommt problemlos vom Gelände wieder herunter.“ Auch zur Preisgestaltung äußerte sich Focke auf Nachfrage. „Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Unternehmen.“ Um mit denen mithalten zu können, würden die Preise uhrzeitabhängig angepasst. Die Preise werden von der Zentrale aus eingegeben. Die Kunden bekämen eine Rechnung – der Betrag werde 14-tägig abgebucht. Focke weist darauf hin, dass es verschiedene Preismodelle gibt. Wer zum Beispiel eine Spedition betreibt und mehrere Fahrzeuge hat, könne mit der Zentrale individuelle Vereinbarungen treffen. Kunden können sogar weitere GS-Agri-Tankstellen im gesamten Weser-Ems-Raum nutzen, so Focke weiter.

Restarbeiten im Fokus

Kürzlich wurde die Technik erfolgreich installiert, die es ermöglicht, die Silos zu leeren. Sie fassen insgesamt 18 000 Tonnen Getreide, so Schröder. Der Standortleiter erklärt, dass im vergangenen Jahr bereits Getreide eingelagert worden war. Erst seit vier Wochen fahren Lastwagen das Getreide ab. Die Fahrer transportierten bereits 1 000 Tonnen zu den Werken nach Schneiderkrug oder Garrel. Die Lastwagen pendeln bis Mai – dann seien die Silos leer, so Schröder. Die Anlage in Weyhe wurde als Annahmestelle für Getreide geplant.

Außerdem warten die Weyher GS-Agri-Mitarbeiter auf die Freischaltung ihres Telefonanschlusses. Derzeit sei der Melchiorshauser Standort zwar über die alten Festnetznummern erreichbar, die Gespräch würden dann aber auf Handys umgeleitet. „Das merkt der Kunde nicht“, kommentiert Schröder.

Das Unternehmen GS Agri plant laut Jürgen Focke eine Einweihungsfeier. Es soll ein großes Fest mit einem Rahmenprogramm organisiert werden. „Wir suchen einen Termin, um einen Tag der offenen Tür zu veranstalten, zu dem insbesondere die Nachbarn eingeladen werden.“

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