Verfahren schreitet fort

Hoher Geestweg: Schienen und Wind keine Hindernisse

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Das künftige Baugebiet in Sudweyhe.

Sudweyhe - Von Katharina Schmidt. Bisher spricht aus Sicht der Verwaltung nichts Wesentliches dagegen, am Hohen Geestweg neue Baugrundstücke auszuweisen – das geht aus den Ergebnissen der ersten Runde der öffentlichen Beteiligung hervor. Dementsprechend haben die Mitglieder des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt am Dienstag einstimmig dafür gestimmt, das Verfahren voranzutreiben.

Auf der 2,1 Hektar großen Fläche, wo einst die Raiffeisen-Warengenossenschaft Dünger und Betriebsstoffe gelagert hatte, sollen Grundstücke für Einzel- und Doppelhäuser entstehen (wir berichteten). Das Ziel: eine verträgliche Nachverdichtung in der Gemeinde. Behörden, Institutionen und auch Privatpersonen äußerten zu dem Vorhaben einige Anmerkungen und Bedenken.

Eine frühe öffentliche Stellungnahme kam unter anderem von der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn. Die Weyher Firma machte deutlich, dass die künftigen Grundstückseigentümer und ihre Bewohner jederzeit damit rechnen müssten, dass auf den in dem Gebiet liegenden Gleisen Bahnen für den Personenverkehr fahren. Diesen Punkt sprach auch Frank Seidel (SPD) in der Sitzung an. Es muss in seinen Augen zwingend festgehalten werden, dass dort Schienenverkehr nicht ausgeschlossen ist, damit es gegebenenfalls später nicht zu Problemen kommt.

Die Verwaltung hat die Hinweise zur Kenntnis genommen und ist unter Einbezug eines Schallgutachtens zu dem Schluss gekommen, dass ein möglicher Schienenverkehr nicht im Konflikt zu dem Wohngebiet stehe.

Ein Bürger äußerte sich zu möglichen Geruchsbelästigungen am Hohen Geestweg. Der Gemeinde sei aus dem Gutachten der Landwirtschaftskammer bekannt, dass aufgrund von Gerüchen, die ein Schweinemastbetrieb verursacht, die Bebauung einer bestimmten Hofstelle in Sudweyhe nicht möglich sei. Diese Hofstelle liege ungefähr genauso weit von der Emissionsstelle entfernt wie die vorgesehenen Baugrundstücke.

„Kann Bauträger den Wind beeinflussen?“

Der Bürger fragte: „Verfügt der Investor/Bauträger eventuell über Möglichkeiten, auf die Windrichtung in Sudweyhe Einfluss zu nehmen und damit eine Geruchseinwirkung auf die neuen Baugrundstücke zu vermeiden?“ Die Verwaltung argumentiert in ihrer Beschlussempfehlung, dass der zu erwartende Wert an Geruchsstunden den Höchstwert nicht überschreite.

Während der Sitzung kam auch der Sudweyher Bahnhof zur Sprache. Trotz der neuen Wohnhäuser sollte genügend Platz bleiben, um das Baudenkmal bei Bedarf zu erweitern.

Mehr Wohnungen bedeuten auch mehr Verkehr. Laut Susanne Spille vom zuständigen Planungsbüro befindet sich die zusätzliche Verkehrsbelastung allerdings in einem verträglichen Bereich. Dies werde unter anderem dadurch garantiert, dass in jedem Gebäude nur maximal zwei Wohnungen zulässig sein sollen.

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