E-Säule eingeweiht

Nach zwei Stunden sind die Autobatterien wieder voll

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Stellen die neue E-Säule vor (v.l.): Hermann Karnebogen (Avacon), André Brix (swb), Klaus Rogge (Avacon), Markus Pick (WG), Steffen Nadrowski (Gemeinde), Ralf Lohmeier (Autohaus Brandt) sowie Heinz-Hermann Kuhlmann (Weyher Theater und Marktplatzvereinsvorsitzender).

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Strom statt Wasser: Wo sich kürzlich noch ein Hydrant befand, steht nun eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge. Auf den beiden Parkplätzen links neben dem Kirchweyher Theaterpub „Shakespeare’s“ können seit Freitag offiziell bis zu zwei Autos gleichzeitig Energie „tanken“.

Dieser Service ist vorerst kostenlos. Wie bei so vielen Sachen in der Gemeinde war auch diesmal Heinz-Hermann Kuhlmann Initiator, um die Zukunft in die gute Stube der Wesergemeinde zu bringen. Der Geschäftsführer des Theaters und Vorsitzende des Marktplatzvereins suchte Partner für seine Idee und fand sie im Weyher Gewerbering (WG) und in den Geschäftsführern der Energieagentur Weyhe (EAW), Hermann Karnebogen (Avacon), André Brix (Stadtwerke Bremen, swb) und Steffen Nadrowski (Gemeinde Weyhe).

Die Kosten in Höhe von 11.000 Euro für die Säule inklusive separatem Anschluss ans öffentliche Netz hat die EAW anteilig mit rund 7 000 Euro gesponsert. „Das war das letzte Projekt“, so Nadrowski, der Freitag im Rahmen der Pressekonferenz im Theaterpub die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gelobt hatte. Den Restbetrag übernimmt das Theater, kündigt Kuhlmann an. Und für die anfallenden laufenden Kosten komme die Händlergemeinschaft auf, sagte Markus Pick vom WG.

Anlage derzeit im Probebetrieb

Obgleich der Elektrizitätsspender nach den Worten Karnebogens „kein superschneller“ ist, reicht die Leistung mit zwei mal 22 Kilowatt aus, um Fahrzeuge in ein bis zwei Stunden „vollzutanken.“ Die Anlage arbeitet derzeit im Probebetrieb, weil das Bezahlsystem laut Karnebogen noch nicht zu 100 Prozent läuft.

Wie es künftig ablaufen soll, skizziert Pick: Der Nutzer muss sich mit einer Karte identifizieren. Das kann die EC-Karte übernehmen oder die eines Stromlieferanten. Die Abrechnung erfolgt entweder über eine Kontoverbindung oder direkt – also beispielsweise über E.ON, swb oder Naturstrom.

Fahrer müssen für eine Füllung pro 100 Kilometer zwischen drei und sechs Euro bezahlen.

Erste Säule im Zentrum

Diese E-Säule ist die erste im Zentrum. so Pick. Nun muss sich zeigen, wie die Nutzer die Ladeplätze annehmen werden. Sind die Erfahrungen positiv, ist es nicht ausgeschlossen, dass in der Nähe weitere folgen. Dazu müsste die Avacon aber ihre Trafostation aufrüsten. Definitiv will die Gemeinde im Rahmen der Innensanierung des Ortsteils Leeste zukunftsfähige Parkplätze für E-Autos gestalten, kündigt Nadrowski an.

Gastronomie- und Gewerbetreibende werden die Tankstellen der Zukunft bieten, ist sich Hermann Karnebogen sicher. Dem stimmt Kuhlmann zu. E-Mobilität trage zur Entschleunigung bei. Auch wenn Fahrzeuge inzwischen Reichweiten von 300 Kilometer haben, müssten Trips sorgfältig geplant werden. „Man kommt runter vom hohen Level“, so Kuhlmann.

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