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Wieder Frühlingsmarkt in Weyhe: viele Stände nicht belegt

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Von: Dierck Wittenberg

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Die gut besuchte Bahmhofstraße beim Frühlingsmarkt Weyhe. Der erste Frühlingsmarkt hat am Sonntag zahlreiche Besucher angelockt. Allerdings gab es zwischen den Ständen einige große Lücken. Teils krankheitsbedingt, teils ohne abzusagen, waren viele Marktbeschicker nicht zum Aufbau erschienen.
Reges Treiben an der Bahnhofstraße: Der erste Frühlingsmarkt hat am Sonntag zahlreiche Besucher angelockt. Allerdings gab es zwischen den Ständen einige große Lücken. Teils krankheitsbedingt, teils ohne abzusagen, waren viele Marktbeschicker nicht zum Aufbau erschienen. © Wittenberg

Das frühlingshafte Wetter hat am Sonntag zahlreiche Besucher zum Frühlingsmarkt nach Kirchweyhe gelockt. Wegen Corona hatte der Markt zwei Jahre Pause gemacht.

Kirchweyhe – Einen Frühlingsmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag, so wie vor Corona – den haben sich die Geschäftsleute sowie Besucher aus Weyhe und von außerhalb gewünscht. Und sie haben ihn am Sonntag (fast) bekommen.

Zwischen Bungee-Trampolin und Kinderkarussell haben Autohändler auf dem Markplatz ihre Fahrzeuge ausgestellt.
Zwischen Bungee-Trampolin und Kinderkarussell haben Autohändler auf dem Markplatz ihre Fahrzeuge ausgestellt. © Wittenberg

Nach zwei Jahren Pause lag an der Kirchweyher Bahnhofstraße wieder der Geruch von Frittiertem in der Luft; über den Marktplatz hallte die Musik vom Kinderkarussell. Die Besucher ließen sich zahlreich anlocken, von der Familie mit Kleinkindern bis zu Senioren im Rollstuhl und allen Altersgruppen dazwischen.

Vorfreude auf ersten Frühlingsmarkt in Weyhe nach der Coronapause

Zum Beispiel zum Weinmobil von Niels-Jonas Lücke. Für den Weyher ist der Frühlingsmarkt ein Heimspiel. Er sei froh, „dass es nach zwei Jahren wieder losgeht“, sagte er kurz nach der Eröffnung. Direkt kamen auch die ersten Bestellungen herein: zwei Becher „Heißen Weißen“, seinen weißen Glühwein. Mit Blick auf die Besucherzahlen, die die Bahnhofstraße entlangkamen, sagte Lücke: „Um diese Zeit schon so viele Leute, das stimmt optimistisch.“

Eine Hüpfburg an der Straße Kleine Heide beim Weyher Frühlingsmarkt. Dort waren mehrere Kinder-Attraktionen versammelt.
Neben der Hüpfburg waren an der Straße Kleine Heide weitere Kinder-Attraktionen versammelt. © Wittenberg

Der Blick der Gastronomen und Geschäftsleute richtet sich bei einer Open-Air-Veranstaltung wie dem Weyher Frühlingsmarkt auch nach oben. „Wir hoffen, dass das Wetter stabil bleibt“, befand Jana Grammel. Eine Einschätzung, ob der Publikumszuspruch so wie beim bisher letzten Markt 2019 war, konnte die Vorsitzende des Weyher Gewerberings mit Verweis aufs Wetter am frühen Nachmittag noch nicht geben.

Dank sonnigem Wetter ist der Frühlingsmarkt seinem Namen gerecht geworden

Im März 2020 hatte Corona sich gerade auszubreiten begonnen. Der ausrichtende Gewerbering hatte die Veranstaltung pandemiebedingt recht kurzfristig abgesagt.

Obwohl an Lückes Weinmobil auch Glühwein gefragt war: Dank Temperaturen deutlich im zweistelligen Bereich und viel Sonne zu Beginn, ist der Frühlingsmarkt seinem Namen gerecht geworden.

Nun, zum Neustart, hat Jana Grammel beobachtet, dass manch ein Besucher noch „ein bisschen verunsichert“ ist. Während das Personal im Geschäft und einige Kunden im Innenraum ihre Maske aufgesetzt haben, waren auf der Straße und an den Ständen kaum Masken zu sehen. „Die Leute freuen sich, dass jetzt wieder etwas stattfindet“, so Grammel.

Verkaufsoffener Sonntag wichtig für Geschäftsleute in Weyhe

„Präsenz zu zeigen, ist schon sehr wichtig“, sagte die Optikerin über die Bedeutung des verkaufsoffenen Sonntags. Der Frühlingsmarkt ist eine Gelegenheit, bei der Besucher aus Stuhr oder Syke nach Weyhe kommen: „Dadurch gewinnt man schon den einen oder anderen Kunden.“

Besucher von außerhalb anzulocken, das schien am Sonntag gelungen zu sein. Michael Wagner und Kati Tiedemann etwa waren aus Brinkum gekommen, „um einen schönen sonnigen Tag zu genießen“. Jessica Müller aus Weyhe hat dem Frühlingsmarkt mit Kevin Jansen aus Oyten einen Besuch abgestattet. Ihr Eindruck: „Locker und gemütlich.“ Und: „Es ist nicht zu überlaufen, sodass man überall gut hinkommt.“

Große Lücken zwischen Ständen an der Bahnhofstraße: Marktbeschicker nicht erschienen

Trotzdem war nicht alles eitel Sonnenschein: An der Bahnhofstraße zeigten sich zwischen den Ständen teils breite Lücken. Nach Auskunft von Sascha Kirchner, der den verstorbenen Marcus Grosser als Marktmeister beerbt hat, seien deutlich weniger Marktbeschicker gekommen als angemeldet waren. Teils habe es krankheitsbedingte Absagen gegeben, viele seien aber einfach gar nicht zum Aufbauen erschienen. „Wir hatten hundert Anmeldungen, dreißig sind gekommen“, bedauerte Kirchner.

Zufrieden zeigte sich der Marktmeister indes mit der Idee, an der Straße Kleine Heide verschiedene Angebote für Kinder zu bündeln. Hüpfburg und Co. wurden am Sonntag gut angenommen.

Eine andere Sorge brachte Tobias Hüttich von Schmalzkuchen Koenig aus Asendorf zum Ausdruck: steigende Kosten. Öl und Mehl sind teurer geworden, aber der Verkaufspreis für eine Tüte Schmalzkuchen lasse sich nicht immer weiter anheben.

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