40-jähriges Bestehen

„Flutes & Percussion“: Musiker haben viel geschafft – und noch viel vor

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Der Spielmannszug 1979 beim Musikfest Dörgeloh. Damals musizierten die Mitglieder in blauen Jacken und weißen Hosen.

Kirchweyhe - Von Katharina Schmidt. Das Flötenorchester „Flutes & Percussion“ des SV Kirchweyhe feiert in diesem Monat sein 40-jähriges Bestehen. „Als traditioneller Spielmannszug gegründet, haben wir uns über die Jahre immer wieder weiterentwickelt und musikalisch angepasst“, sagt Ulf Kehlenbeck rückblickend. Er ist organisatorischer Leiter der Gruppe, die aktuell 45 musizierende Mitglieder zählt.

Sieben davon, darunter auch Kehlenbeck, sind seit der ersten Stunde dabei. Am 19. Januar 1978 nahmen 42 Kinder und Jugendliche den Probebetrieb unter Leitung von Friedrich Lettmann auf. Damit ging ein Wunsch von Walter Kehlenbeck, zu der Zeit erster Vorsitzender des SV Kirchweyhe, in Erfüllung. Er hatte davon geträumt, wieder einen eigenen Spielmannszug im Verein zu haben. Die nötigen Instrumente kosteten laut einem alten Artikel aus der Kreiszeitung 5 000 bis 6 000 DM.

Die Investition hat sich gelohnt. Bereits nach fünf Monaten erfolgte der erste öffentliche Auftritt. Mit blauen Jacken, roten Krawatten und weißen Hosen begleiteten die Musiker das Schützenfest Kirchweyhe mit zünftiger Marschmusik. Heiner Bösche war damals Schützenkönig.

All die Zeit von diesem ersten Auftritt bis heute haben Mitglieder in einem Film festgehalten, den sie Mitte Januar auf der Videoplattform Youtube veröffentlichen wollen. Fünf Minuten und 36 Sekunden fassen 40 ereignisreiche Jahre zusammen.

Viel herumgekommen

Heraus ragt zum Beispiel die Teilnahme am Deutschen Turnfest im damals noch geteilten Berlin. In Erinnerung geblieben sind neben weiteren Turnfesten auch Musikfeste in Kirchweyhe mit hunderten Teilnehmern und noch weit mehr Zuschauern.

In den Jahren ist die Formation viel herumgekommen. Sie spielten in Bochum, Wolfsburg, Stade, Karlsruhe oder auch in Bad Schwartau.

Die größte Umstellung erfolgte im Jahr 1995 mit der Umbenennung des Spielmannszugs in „Flutes & Percussion“, das Flötenorchester des SV Kirchweyhe. Später gründete sich noch das Kammermusikensemble „querbeat“, das sich für Musik im kleinen Rahmen anbietet. Als letzte „Marke“ riefen die Musiker die Jugendgruppe „jun!ors“ ins Leben.

„Auch wenn der Blick zurück uns vor Augen hält, was wir schon alles geschafft und erlebt haben, ist die Gestaltung der Zukunft immer wieder ein Schwerpunkt unserer musikalischen und organisatorischen Arbeit“, berichtet Ulf Kehlenbeck.

Traum: In der Glocke spielen

Geplant sind ein bis zwei Konzerte pro Jahr außerhalb von Weyhe. „Flutes & Percussion“ wollen die Mitgliederzahl zudem mindestens halten und möglichst ausbauen. Eine Herausforderung: Ein Teil der Musiker beginnt eine Ausbildung, studiert oder zieht weg. „Deshalb müsse Nachwuchsgewinnung intensiviert werden, vielleicht auch in Zusammenarbeit mit Musikschulen“, heißt es seitens des Flötenorchesters.

Ein Traum der Musikliebhaber ist, einmal ein Konzert in der Bremer Glocke zu geben. Dieser Traum scheitert Kehlenbeck zufolge bislang an der hohen Saalmiete.

Zu „Flutes & Percussion“ gehören ein Dirigent, fünf Schlagzeuger, fünf Stabspieler und 34 Flötisten (1 Pikkoloflöte, 25 Konzertflöten, 4 Altflöten, 3 Bassflöten, 1 Kontrabassflöte). Sie wollen ihren runden Geburtstag mit einer Boßel-Grünkohlparty feiern.

Folgende Gründungsmitglieder sind bis heute aktiv: Petra Buchholz-Meyer, Silke Bührke, Jutta Glade, Meike Kehlenbeck, Ulf Kehlenbeck, Ulf Kotas, Anke Schrader.

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