„Notabene“ und Waller „HeartChor“

Musikalisches Rendezvous beschert Konzertgästen in Leeste Wow-Effekte

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Zur Eröffnung besingen beide Chöre ihr zweites Rendezvous mit dem gleichnamigen Song von Oliver Gies.

Leeste - Von Uwe Goldschmidt. Ein großartiges musikalisches Erlebnis für die Freunde des Chorgesangs hat am Sonnabend der Leester Chor „Notabene“ seinen mehr als 150 Zuhörern im Forum der KGS Leeste geboten. Zur Verstärkung hatte er sich den „Waller HeartChor“ aus Bremen eingeladen.

Beide gemischten Gruppen boten überwiegend englischsprachige Stücke und haben noch einige andere Gemeinsamkeiten. So erklimmen die Formationen mit rund 30 Sängerinnen und Sängern die Bühne, singen ohne Noten ihre Lieder frei Hand und stehen schon seit vielen Jahren unter der gleichen musikalischen Leitung.

Nachdem die Leester bereits vor einiger Zeit dem Bremer Stadtteil Walle ihre Aufwartung gemacht hatten und die Chemie zwischen den Akteuren scheinbar stimmte, verabredete man sich nun zu einem zweiten Treffen. Dieses abermalige Rendezvous mit Gleichgesinnten eröffneten beide Chöre zusammen mit dem bezeichnenden Titel „Rendezvous“ von Oliver Gies, in dem es dann so treffend heißt:“ „Heut’ ist der Tag! Oh wie lange hab ich schon darauf gewartet, heute kommt es endlich zu dem Rendezvous.“ Mit diesen hoffnungsvollen Worten begann die amüsante chormusikalische Liebesgeschichte – ein textlich und musikalisch überaus pointiertes A-cappella-Stück. Schon dieser Titel machte Lust auf mehr.

Im Programm ging es danach getrennt weiter. Mit „Set your Sail“ von Markus Detterbeck starteten zunächst die Leester ihre musikalische Reise: Ein rhythmisch und melodisch mitreißender Pop-Song an die Freiheit, der vom Mut handelt aufzubrechen, sich auf den Weg zu machen, um Dinge zum Positiven zu verändern. Mit der Komposition, „Auf anderen Wegen“ von Andreas Bourani bewies das Ensemble unter der musikalischen Leitung von Kirsten Bodendieck eindrucksvoll, dass auch die ruhige Popballade mehrstimmig im Arrangement für gemischten Chor ihre bittersüße, melancholische Stimmung verbreiten kann.

Für Freddie Mercurys „Don‘t stop me now“, arrangiert von Oliver Gies, ernteten die Leester Vocal-Artisten lang anhaltenden Beifall. Der ruhig startende und schließlich turbulente Ohrwurm funktioniert auch als A-cappella-Version und machte Zuhörern und Sängern sichtlich Spaß.

Bremer in Bass und Tenor besser besetzt

Seit 2005 leitet Christiane Fricke die musikalischen Aktivitäten des Waller gemischten Ensembles „HeartChor“. Mit englisch-sprachigen Rock- und Popinterpretationen gelang es den Bremer Gästen, restlos zu überzeugen. Zwar waren sie quantitativ den Leestern gleichgestellt, hatten aber den Vorteil, über mehr Stimmen im Tenor und Bass zu verfügen. Deutlich wurde dies bereits beim ersten dargebotenen Klassiker „Sittin‘ on the Dock of the Bay“ von Otis Redding. Dazu setzten sich die Männer lässig auf den Rand der Bühne, während die Frauen sich dahinter stehend positionierten. 

Harmonisch und in Dynamik perfekt abgestimmt, lieferten die Waller ein rundes sattes Klangbild, das begeisterte. Locker, peppig aber immer mit viel Gefühl ging es stimmlich durch die Nummern der angereisten Gäste. Die Gruppe „Toto“ hatte mit dem Song „Africa“ einen großen Hit gelandet, daran knüpfte die Interpretation des Titels der Waller Sänger an. Zu Beginn des Stücks imitierten sie mit Händen und Füßen die Klänge eines tropischen Regensturms, bevor der Gesang einsetzte und Fricke die Sänger an der afrikanischen Trommel begleitete, und so die Zuhörer einen weiteren Wow-Effekt der Bremer genießen konnten. 

Zur Abrundung einiger Stücke wurden die hanseatischen Vokalisten dezent aber ebenfalls gekonnt von Nicolai Thein am Flügel begleitet.

Natürlich durften an diesem Abend die Zugaben nicht fehlen, beide Chöre hatten sich dazu zum Schluss noch einmal gemeinsam präsentiert und „Hinter dem Horizont geht‘s weiter“ intoniert. Trotzdem schallte es am Ende „Ohh“ oder „Schade“ durch das Forum, als der letzte Ton verklungen war.

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