Mundschutz von Shanghai über Frankfurt nach Weyhe

Weyher Unternehmer wird per Zufall zum Corona-Maskenhändler

Die nächsten Masken gelangen wieder per Flieger nach Weyhe: Unternehmer Stephan Pöpping hat in seinem Regal nur noch kleine Mengen und Ansichtsexpemplare. Foto: Sigi Schritt
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Die nächsten Masken gelangen wieder per Flieger nach Weyhe: Unternehmer Stephan Pöpping hat in seinem Regal nur noch kleine Mengen und Ansichtsexpemplare.

Dreye - Normalerweise vertreibt Stephan Pöpping mit seiner Weyher Firma „printingandmore“ samt seiner Niederlassungen in Bremen und Hamburg Kopiersysteme und Digitalisierungssoftware. Normalerweise. Der geschäftsführende Gesellschafter gibt ein Beispiel dafür, wie eine Firma auf Veränderungen im Markt schnell reagieren kann.

Jetzt beliefert Pöpping mit seinen 20 Mitarbeitern erfolgreich auch Zahnärzte, Ärzte und Seniorenheime zum Beispiel in der Wesergemeinde und Gewerbebetriebe mit Schutzmasken.

Wie er dazu kam, schildert er in einem Gespräch mit dieser Zeitung: Als einer seiner Hauptlieferanten aus Asien mangels Tonerpulver nicht mehr fertigen konnte, bot dieses Unternehmen als Ersatz einen Verkauf von Masken an. Pöpping griff zu. Seine Ansprechpartner in Fernost fungierten nun als Einkaufsagenten für das Weyher Unternehmen.

Masken aus Shanghai und Hongkong kommen mit dem Flieger

Eine Offerte an Zahnärzte habe in Bremen und dem Umland schnell die Runde gemacht, berichtet Stephan Pöpping. Innerhalb von ein paar Tagen waren die ersten Masken weg. Sie kommen aus Shanghai und Hongkong mit dem Flieger. Ein Jet hebe mit seiner Ware aber nur ab, wenn die chinesische Zentralregierung sie geprüft hat, so Pöpping weiter.

In der Corona-Krise habe er sein Warenangebot erweitert: Neben den Masken in verschiedenen Klassen bietet der Unternehmer auch Gesichtsschilde aus Acrylglas sowie Desinfektionsgeräte an, die mittels UV-Licht die Hände bestrahlen. Die Flieger steuern mit der Ware Frankfurt am Main an, und nach der Zollabfertigung kommen sie in die Wesergemeinde, in der sie weiterverteilt wird.

Bedauerlicherweise würden die Frachtraten fast täglich steigen, so der 59-Jährige. „Drei Viertel der Kosten entfallen auf die Flugreise. Mangels Frachtmaschinen werden die Kisten auf den Ledersitzen positioniert“, sagt der Unternehmer. Dennoch brumme das Geschäft: Innerhalb der ersten Tagen hatte er zehntausende Masken verkauft.

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