Abschluss bis Weihnachten

Mühlenkamp-Gelände wird generalüberholt

Bis Weihnachten werden auf dem Mühlenkamp-Gelände Hecken, Blühstreifen und heimische Hölzer gepflanzt. - Archivfoto: Sigi Schritt

Weyhe - Von Marc Lentvogt. Am Mühlenkamp-Gelände muss etwas passieren. „Das wurde oft von den Bürgern gefordert. Zurecht!“, sagt Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Gemeinsam mit Thomas Krause vom Fachbereich Gemeindeentwicklung und Umwelt hat er gute Nachrichten: Es wird etwas passieren. Die Umgestaltung zu einem Park- und Freizeit-Gelände soll Ende Juli beginnen.

Zunächst, im ersten Schritt, werde es aber um die ökologische Aufwertung des Geländes gehen. Obstbaumreihen sollen die Verlängerung des Mühlenkamps zieren, an der Überquerung des Hombachs schließt sich eine Streuobstwiese an. Südlich des Sees sind mehrere Blühstreifen geplant, heimische Gehölze sollen angepflanzt, der Hombach aufgeweitet werden. „Wir wissen um das Insektensterben. Das soll ein Lebensraum werden“, erklärt Krause. Insbesondere der Nordteil des Mühlenkamp-Geländes ist seiner Aussage nach ökologisch interessant.

Auch am See selber wird es Veränderungen geben. Krauses erklärtes Ziel ist, dass er runder und gefälliger aussieht. Ein Baustein des Projekts ist die Öffnung des Ufers am Osten. Zudem werde es einen Steg geben, „damit man den Mühlenkampsee aus der Nähe erleben kann.“

Mit den Arbeiten darf die Gemeinde ab dem 21. Juli beginnen, bis dahin sind ihr aus Gründen der Rücksichtnahme auf Flora und Fauna die Hände gebunden. Die Pflanzaktionen starten im Oktober, bis Weihnachten soll das Projekt abgeschlossen sein.

Großteil der Kosten von EU-Förderung gedeckt

All das kostet die Kommune 210 000 Euro. 80 Prozent davon, 168 000 Euro, gibt es aus einem EU-Topf. Das für die Förderung notwendige Konzept wurde „in irrwitziger Zeit vom Fachbereich“ erdacht, äußert sich Bovenschulte begeistert. „Ich weiß gar nicht, ob wir da ernsthaft dran geglaubt haben.“

„Es geht auch um den Freizeitcharakter des Geländes“, betont Bovenschulte. Mehr als eine Absichtserklärung ist diesbezüglich aktuell jedoch nicht möglich, da vieles von der Finanzlage und möglichen Fördergeldern abhängig ist. „Es wird Zeit dauern“, gibt der Gemeindechef zu.

Dabei werde nicht außer Acht gelassen, dass auf einem Freizeitgelände unterschiedliche Interessen miteinander kollidieren können. Fußballspieler, Spaziergänger und Hundehalter haben unterschiedliche Bedürfnisse, weshalb die Entschärfung der Nutzungskonflikte ebenso wichtig sei, wie die Maßnahmen selbst.

Isoliert kann das Projekt Mühlenkamp-Gelände nicht betrachtet werden. Ja, es wird etwas für die Umwelt getan, aber „in Weyhe wird an vielen Stellen verdichtet. Der ökologische Ausgleich ist notwendig“, so Bovenschulte.

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