Moderatorin Denise Hasselbring nominiert noch auf der ZSA Stephan Riemer als Kandidaten zum Weyher des Jahres

5000 Gäste erleben das Weyher Wir-Gefühl

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Rockt die Bühne: Der Schlagersänger Micha Wagner singt seinen Song „Die Nummer 1 der Welt sind wir“.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Jubel brandet auf, als Moderatorin Denise Hasselbring vor hunderten von Zuschauern Stephan Riemer als Kandidaten für die nächste Wahl zum Weyher des Jahres nominiert. Der Kirchweyher wiegelt bescheiden ab – denn schließlich habe er den FIFA-WM-Pokal nicht alleine in die Wesergemeinde geholt, sondern zusammen mit fünf Vereinen und der Kommune. Das selbe gelte für die Planung des bunten Rahmenprogramms. Das Spektakel, was sicherlich in die Geschichtsbücher eingeht, hat laut Gemeinde rund 5000 Besucher angelockt.

Stephan Riemer wirkte am Sonntagabend wie im Freudentaumel. Als eine Stunde vor dem geplanten Abpfiff die Schlange der Menschen, die die Fußballtrophäe sehen wollten, immer noch nicht abebbte, rief Tanzlehrerin Nadine Reiners ihre Showgruppen zum Finale auf dem Hauptplatz auf. Nach einem Tag mit bestem Fritz-Walter-Wetter kam endlich die erhoffte Sonne zum Vorschein. Aus den Lautsprechern schallte das Lied „Ein Hoch auf uns“, dazu zeigten die Tänzer eine perfekt einstudierte Choreografie. Das Publikum säumte in mehreren Reihen den Rasenplatz. Unzählige Fotoapparate und Handys klickten. „Die DFB-Ausstellung im Truck und das Lied haben die euphorische Stimmung der WM in Brasilien wieder aufleben lassen“, sagt Riemer. Das Lied stand aber auch sinnbildlich für die engagierten Bürger, die mithalfen, dieses Event seit der Bewerbung im März innerhalb von wenigen Monaten überhaupt möglich zu machen. Das „Wir-Gefühl“ stand im Vordergrund. Riemer zählte viele Menschen auf, die ihm geholfen hatten. Er dankte insbesondere der Tanzschule, der Moderatorin Denise Hasselbring und Sänger Micha Wagner. Der Brinkumer verstand es, Kinder wie Erwachsene zu begeistern – angefangen auf der DFB-Bühne am Nachmittag bis hin zu seinem Auftritt auf der Werder-Bremen-Showbühne am Abend. Zwar war der Schluss der Veranstaltung für 21 Uhr geplant, doch der letzte Gast verließ den DFB-Truck fast eine halbe Stunde später.

„Ich habe viele positive Rückmeldungen erhalten“, so Riemer. Es habe ihn besonders gefreut, dass das Handicap-Turnier, an dem Teams von Werder Bremen und dem HSV teilnahmen, erfolgreich über die Bühne gegangen sei. Eine gelungene Premiere feierte auch das Turnier, für das junge Kicker aller Sportvereine vier Teams bildeten. In Anlehnung an die Nationalelf, die sich „Die Mannschaft“ nannte, traten sie als „Die Weyher“ auf. Normalerweise sind die Gleichaltrigen Konkurrenten, doch auf dem Platz haben sie nach außen die besten Spieler aus Weyhe repräsentiert. Riemer: „Das hat den Kindern viel Spaß gemacht. Sie haben es verstanden, Grenzen und Barrieren zu überbrücken. Es wäre schön, wenn dieses positive Erlebnis in den Vereinen weitergeht – und die gegenseitige Wertschätzung aufrechterhalten bleibt. Am Ende sind wir alle Weyher.“

Kurz vor 23 Uhr fuhren der Werder-Bremen-Truck und der DFB-Tross vorsichtig von der Anlage. Gemeindesportring-Chef Wolfgang Schaumann stellte fest, dass die Anlage in der Nacht nicht nur besenrein, sondern auch schadenfrei hinterlassen worden sei. So könne er die wunderbaren Erinnerungen an den WM-Talk mit den Werder-Größen Willi Lemke und Frank Baumann, moderiert von Denise Hasselbring, ungetrübt genießen.

Ina Pundsack-Bleith, Erste Gemeinderätin, lobte die Organisatoren und Helfer für den „reibungslosen Ablauf“ des neunstündigen Spektakels, das die bislang größte Veranstaltung auf der ZSA bildete: „Es war sehr sauber, alles aufgeräumt. Vielen Dank an alle fleißigen Helfer der Vereine.“ War es das? Riemer lacht und verrät: „2016 steigt die Europameisterschaft. Wir wollen zu diesem Anlass wieder etwas auf die Beine stellen. Kreativität kennt keine Grenzen.“

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