Mitarbeiter eines Ingenieurbüros ziehen zahlreiche Bodenproben

Vorarbeiten für die Leester Straßenbahn-Wendeschleife

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Mitarbeiter eines Ingenieurbüros ziehen Proben, um die Beschaffenheit des Gleisuntergrunds zu prüfen.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Wie ist der Baugrund? Ist er für das Vorhaben stabil? Diese Fragen müssen Bauherren stets klären, damit sie am Ende ein stabiles Gebäude errichten. Was für Häuser gilt, gilt auch für Gleisbauarbeiten der Eisenbahn.

Diese in Plastikgefäße verpackten Bodenproben stammen vom Gleisuntergrund.

Um die Bodenbeschaffenheit zu klären, haben Mitarbeiter eines Ingenieurbüros über einen Zeitraum von zwei Wochen in Leeste zahlreiche Proben aus unterschiedlichen Tiefen genommen. Sie waren auf dem BTE-Gleis ebenso unterwegs wie auf einer Wiese, die von den Schienen und den Straßen „Am Weißen Moor“ und „Hagendamm“ begrenzt wird. Das waren vorbereitende Arbeiten, die aber nötig sind, um dort die Wendeschleife der Straßenbahn zu errichten, erläutert auf Anfrage Andreas Holling, zuständiger Pressesprecher der Bremer Straßenbahn AG. Wie Bürgermeister Andreas Bovenschulte bestätigt, gehört das Gelände der Gemeinde. Die Mitarbeiter des Ingenieurbüros hatten mit Hilfe einer Maschine immer wieder Bohrer bis zu zwei Meter in die Erde getrieben.

Jede Probe offenbart ihre Bodenschichten: Die beiden Mitarbeiter befüllten verschiedene Plastikgefäße und ermittelten die Positionen ihrer Bohrlöcher. Die spätere Auswertung ergibt laut BSAG-Pressesprecher ein Datenmaterial, mit deren Hilfe das Ingenieurbüro nicht nur Aussagen treffen kann, ob der Untergrund belastet ist, sondern auch wie stark er belastet werden kann.

Das Bild zeigt in der Nähe des Leester Bahnhofs eine von vielen maroden Schwelle auf dem BTE-Gleis.

Wann dort allerdings die Straßenbahn erstmals rollen kann, kann Andreas Holling noch nicht sagen. „Das Planfeststellungsverfahren auf Bremer Seite läuft noch.“ Der BSAG-Mitarbeiter rechnet mit einem Abschuss in den kommenden Monaten. Doch das Ergebnis könnte noch beklagt werden. Ebenso ist der Zeitraum fraglich, wann die derzeit zwischen Leeste und Bremen für den Verkehr des Pingelheini gesperrte Strecke für die Straßenbahn umgebaut wird. Das wird auch für den Museumszug eine positive Auswirkung haben: Denn dann wird er wieder auf seiner kompletten Hausstrecke fahren dürfen, sagt Andreas Holling.

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