Mitarbeiten statt herummeckern

Weyher CDU will Bürger motivieren, sich bei neuem Grundsatzprogramm einzubringen

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Dietrich Struthoff und Janine Greulich laden die Weyher zur Diskussion ein.

Weyhe - Von Sigi Schritt. „Was soll sich vor Ort und in Deutschland ändern? Wie soll die Politik zukünftig gestaltet werden?“ Janine Greulich und Dietrich Struthoff wollen der Politikverdrossenheit entgegenwirken und fordern Mitglieder der CDU sowie Interessierte auf, Antworten auf diese Fragen zu finden. Es gilt, verschiedene Themen zu bearbeiten. Die beiden Christdemokraten wollen mit dem Weyher Ortsverband am Grundsatzprogramm der Bundes-CDU mitarbeiten. Das letzte stammt aus dem Jahr 2007, so Struthoff.

Die beiden Weyher möchten „ganz normale Bürger“ aus der Wesergemeinde jeden Alters, die politisch interessiert sind, willkommen heißen. Janine Greulich ärgert sich, dass viele Menschen – auch aus der Wesergemeinde – nur meckern. Das Weyher Ratsmitglied wünscht sich, dass die Bürger lieber konstruktiv mitarbeiten. Für jeden einzelnen sei jetzt der Zeitpunkt günstig, nicht nur die eigene Meinung etwa in sozialen Medien kundzutun, sondern mitzudiskutieren.

Obgleich die Partei ihr Grundsatzprogramm erst 2020 beschließen will, dränge die Zeit, sagt Janine Greulich.

2018 hatte der Prozess begonnen. Die damalige Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte im Rahmen einer Zuhör-Tour viele Vorschläge erhalten, die in einen ganzen Fragen-Themen-Komplex mündeten. Es geht um Sicherheit, Bildung, Forschung und Gesellschaft, um einige Beispiele zu nennen. Doch es sind nur Fragen formuliert. Die Antworten darauf sollen laut Struthoff – und das sei für seine Partei neu – Bürger gemeinsam mit den Christdemokraten finden.

Die Idee, Bürger vor Ort in die politische Willensbildung einzubinden, etwa im Rahmen von Werkstattgesprächen, hält Dietrich Struthoff für richtig. „Wir können bis Ende Juni Vorschläge für Antworten auf die Leitfragen und die vielen Unterfragen machen“, so die Vize-Vorsitzende Janine Greulich. Ziel sei es, dass später die gesamte Partei die Antworten debattiert.

Wer mitdiskutieren will, soll sich per E-Mail an Janine.Greulich@web.de melden. Die Weyher CDU plant zu diesem Zweck eine Veranstaltung für den 28. März. Ort und Uhrzeit stehen noch nicht fest, weil „wir nicht wissen, wie groß die Gruppe ist“.

Beide Kommunalpolitiker setzen zudem auf einen Nebeneffekt: 2021 wird der nächste Gemeinderat gewählt, sagt Struthoff. „Wir benötigen Kandidaten. Unser Ortsverband ist zwar 100 Mitglieder stark, aber das größte Problem ist nicht der Austritt, sondern das Sterben.“ Junge Menschen verliere der Ortsverband, weil sie meist aus beruflichen Gründen in andere Städte ziehen. Um gerade junge Christdemokraten zu motivieren, im Weyher Verband zu bleiben, plant die CDU Videokonferenzen. Die Technik sei da, man müsse sie nur nutzen. Struthoff kann sich auch Online-Schulungen vorstellen.

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