Theater-Pub Shakespeare’s öffnet wieder / Künstler dürfen wieder auftreten

Mit Duo Blue Tales bricht der Corona-Bann

Hat bereits zahlreiche Bands verpflichtet: Heinz-Hermann Kuhlmann.
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Hat bereits zahlreiche Bands verpflichtet: Heinz-Hermann Kuhlmann.
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Kirchweyhe – Die Corona-Pandemie hat Musikern monatelange Zwangspausen verordnet. Sie drängten jetzt auf die Bühne, das merke man, sagt Heinz-Hermann Kuhlmann, Geschäftsführer des Weyher Theaters. Er und sein Sohn Patrick haben verkündet, dass der Theater-Pub Shakespeare’s wieder seine Tore öffnet – wenn auch unter Auflagen.

„Fürs Weyher Theater ist es ein Minus-Geschäft“, sagt der Geschäftsführer. Die Gäste müssen im Pub keinen Eintritt bezahlen und die Musiker bekommen eine Gage, sagt er. Allerdings sei ihm bewusst, dass es vielen Künstlern finanziell nicht besonders gut geht. Deshalb freue er sich, den Sängern und Musikern wieder eine Bühne und damit eine Auftrittsmöglichkeit zu geben.

Den Start bestreitet das Duo Blue Tales. Es serviert am kommenden Freitag ab 21 Uhr akustische Livemusik. Das Publikum wird eingängige Melodien mit Texten über „wahre“ Geschichten aus dem täglichen Leben hören. Blue Tales spiele eigene Songs, ausgewählte Klassiker und viele Songs von Bruce Springsteen bestimmen das Repertoire. Bis Ende August werden insgesamt fünf weitere Formationen die Bühne betreten.

Ohne ein Hygienekonzept, das auch in vielen anderen Gastronomiebetrieben eine Rolle spielt, geht es auch nicht im Theater-Pub, sagen Patrick und Heinz-Hermann Kuhlmann. So setzen beide auf die Dienste eines Sicherheitsbeauftragten jener Firma, die sowohl für das Volksfest Weyhe Total als auch für die Spiele von Werder Bremen zuständig ist. Außerdem werde die Personalstärke erhöht. Bis Ende der Woche will Patrick Kuhlmann sicherstellen, dass unter anderem Lauflinien sowie Spuckschutze am Tresen angebracht sind.

Mit einer Reihe von Barhockern wird die Bühne vom Publikumsraum abgetrennt, kündigt Kuhlmann an. Sind an Livemusik-Abenden sonst mehr als 100 Menschen im Pub, die auch dicht gedrängt stehen und der Musik lauschen, so dürfen bis auf Weiteres „nur“ 50 Menschen Platz nehmen. Wer an der Theaterkasse reserviert, hat gute Chancen einen Platz zu bekommen. Wer ohne Reservierung kommt, muss darauf hoffen, dass ein Platz in einer Sitzgruppe noch nicht belegt ist.

Bis Mitte August werde der Pub nur freitags und samstags öffnen, danach laufe der Normalbetrieb, also mit Öffnungstagen von Mittwoch bis Samstag, so Patrick Kuhlmann.

Das Theater hofft auf die Einsicht der Gäste, den Gesundheitsschutz ernst zu nehmen. „Wir hatten im Pub weder eine Schlägerei noch einen Polizeieinsatz. Jüngere wie ältere Besucher benehmen sich bei uns“, sagt der Theater-Geschäftsführer.

Wer aus dem Urlaub komme, müsse sich selbst überprüfen. „Wir bauen auf die Vernunft.“ Die Daten der Gäste würden nicht am Eingang, sondern an den Tischen erhoben, sagt er. Kuhlmann verweist auf die Lüftungsanlage, „die für sehr viel Frischluft sorgen wird“. Bis in die Puppen werde nicht geöffnet. Um 0.30 Uhr sei die letzte Order möglich, um 1 Uhr wird Feierabend gemacht. Die Gäste müssten sich darauf einstellen, dass es offene Knabbersachen wie Nüsse oder Chips nicht geben wird.

Die Erfahrungen mit dem Umgang des Hygienekonzeptes werden auch in die Wiedereröffnung des Weyher Theaters Anfang September fließen, so Heinz-Hermann Kuhlmann. Es wäre nicht gut, wenn man einen Start mit völlig neuen Abläufen hinlegt. Denn auch beim Theater wird ein Hygienekonzept umgesetzt. So werden die Karten nicht angefasst, sondern nur gescannt. Auf den Wegen tragen die Gäste Masken. Die Daten der Besucher würden ohnehin beim Kartenverkauf erfasst. Im Saal werde jeder Platz besetzt sein. Derzeit müsse noch von einer Maskenpflicht ausgegangen werden. Kuhlmann hofft auf eine Änderung. Es werde – wie im Pub – dank einer sehr leistungsfähigen Lüftungsanlage einen Austausch der Luft geben. „Dies geschieht dort alle 15 Minuten. Ein Filter stellt sicher, dass keine Viren durchkommen“, so der Geschäftsführer. Ab Mittwoch startet der Wahlaboverkauf, der freie Kartenverkauf beginnt am 10. August. Tickets fürs Weihnachtsmärchen könnten bereits jetzt geordert werden.

Von Sigi Schritt

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