Micky Maus und ein Dinobaby

Wohngruppe Sudweyhe gestaltet Innenhof mit Graffiti

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Die Hausbewohner, Betreuer sowie die Kunsttherapeuten Gabian Golly und Johannes Graf gestalten die Hauswände mit Comicfiguren. 

Sudweyhe - Leitung und Mitglieder der Wohngruppe Sudweyhe haben sich eine große Aufgabe vorgenommen: Die noch weißen Wände der Gebäude, die den geräumigen Innenhof bilden, sollen farblich gestaltet werden. Am Samstag haben sie damit begonnen.

Die neue Leiterin Helga Gerdes hatte als Verstärkung die beiden Diplom-Kunsttherapeuten Gabian Golly und Johannes Graf ins Haus geholt. Sie verfügen bereits über Erfahrungen bei solchen Projekten.

Schrittweises Vorgehen bei riesigem Projekt

Schon bald war klar, dass das gesamte Vorhaben in Sudweyhe in mehreren Schritten zu bewältigen ist. „Irgendwo mussten wir ja anfangen, und darum haben wir uns zuerst die Wand des Waschhauses vorgenommen“, so Gerdes.

Zunächst bekam die rund 20 Quadratmeter große Wand einen hellblauen Himmel und eine Wüstenlandschaft aus Ocker darunter. Johannes Graf bearbeitete die Wand nach, indem er die Konturen verstärkte, so dass Wolkenformationen und Dünen zu erkennen waren.

Auf Wunsch der Heimbewohner erhielt die Landschaft Comic-Figuren ausgestaltet. Deren Umrisse wurden auf starkes Papier gezeichnet und dann in mühevoller Kleinarbeit mit scharfen Schnitzmessern ausgeschnitten. Wichtig waren dabei die „Brücken“ im Umriss. Sie durften nicht zu eng sein, weil die Figur dann auseinanderfallen würde. Sie durften aber auch nicht zu weit sein, denn dann wäre nichts mehr zu erkennen. „Wir haben zwischendurch auch mal mit Kleber arbeiten müssen, aber wichtig ist, was schließlich vor die Wand gehalten wird“, erklärt Graf. Die Pappen, die wie Schnittbögen aussahen, wurden an der Wand befestigt und dann angesprayt, so dass die Umrisse der Figuren sichtbar blieben, als die Pappe entfernt wurde.

Bewohner suchen nun nach passender Story zum Bild

Danach beginnt der Feinschliff, denn die Figuren müssen sorgfältig ausgemalt werden, und dann tummeln sich in den nächsten Tagen „Der Kleine Prinz“ mit seinem Fuchs, Micky Maus, ein Dinobaby und eine fliegende Waschmaschine in der Wüste. Sie ist eine eigene Kreation der Bewohner und soll das Waschhaus, das sich hinter den Mauern verbirgt, symbolisieren.

Sicher hätten die Bewohner und ihre Helfer die Figuren auch ohne Schablone auf die Wand sprayen können, so Golly. Das hätte das mühsame und Zeit raubende Ausschneiden gespart. „ Aber wir wollten ein vorzeigbares Ergebnis erzielen, und die Bewohner sind top-engagiert“, berichtet er. Mit dem Projekt habe man auch die Kreativität der Teilnehmer geweckt, die jetzt damit beschäftigt sind, eine zum Bild passende Story zu erfinden.

bt

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