„Mia für Weyhe“

Einwohnerticket: Erfolgreiches Projekt bis Corona kam

„Mia für Weyhe“: Das Projekt dauerte drei Jahre.
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„Mia für Weyhe“: Das Projekt dauerte drei Jahre.

Weyhe – Das Projekt „Mia für Weyhe“ soll nicht mehr fortgeführt werden. Das teilt der Fachbereichsleiter Steffen Nadrowski auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Hinter „Mia für Weyhe“ steckt ein Modellprojekt, in dem Bürger aus der Wesergemeinde eine verbilligte Einwohnerfahrkarte für Busse und Bahnen als Monats- oder Jahresticket kaufen können.

Der Bremer Senatspräsident Andreas Bovenschulte hatte als Weyher Bürgermeister damit seine Idee von einem preiswerten Einwohnerticket zusammen mit den Projektpartnern Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen, der Bremer Straßenbahn AG, dem Kommunalverbund Niedersachsen-Bremen sowie dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen entwickelt. Wenn Firmen-Tickets für den Öffentlichen Personennahverkehr durch Großkundenrabatte verbilligt ausgegeben werden, könnte es doch auch für Bürger einer Gemeinde ein Pendant geben, waren die Überlegungen damals.

„MIA für Weyhe“ sei von Beginn an als Modellprojekt mit fester Laufzeit ausgelegt gewesen, so Steffen Nadrowski. Damit sollte erprobt werden, ob sich durch eine deutliche Preissenkung spürbar mehr Menschen für eine regelmäßige Nutzung von Bus und Bahn gewinnen lassen. Das Projekt sollte ursprünglich Ende September 2020 enden, konnte aber durch Verhandlungen von Bürgermeister Frank Seidel noch einmal um ein Jahr bis Ende September 2021 verlängert werden. Weyher kauften das Ticket zum regulären Preis und bekommen ein Teil des Geldes, also einen Großkundenrabatt, rückerstattet. „Die letzte Auszahlung ist nun abgeschlossen, und alle Anträge der Weyher wurden bearbeitet und die Zuschüsse ausgezahlt“, so Nadrowski.

Der Rathaus-Mitarbeiter blickt zurück: „Das Projekt startete im August 2018 sehr gut. Die Zahl der Abos in Weyhe konnte bis Dezember 2019 um circa 20 Prozent gesteigert werden, die gesetzten Ziele wurden damit vor Ablauf der Projektlaufzeit erreicht.“ In der ersten Jahreshälfte 2020 habe es jedoch einen coronabedingten Einbruch gegeben, der den gesamten ÖPNV-Sektor „sehr hart getroffen hat“ und sich etwa „in der Kündigung von Abos niederschlug“. Diese Auswirkungen als Corona-Folge haben sich fortgesetzt und „sind immer noch zu spüren“. Aktuell liege die Zahl der Tickets 15 Prozent unterhalb der Ausgangszahlen zum Projektstart.

Sein Fazit? „Bis Corona wurden die Erwartungen übertroffen“, sagt Steffen Nadrowski. „Danach waren die Fahrgastzahlen nicht mehr vergleichbar. Wie diese sich in der Zukunft generell entwickeln, bleibt vor dem Hintergrund der Pandemie abzuwarten.“

Von Sigi Schritt

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