Großeinsatz beim Dorfgrill 

Melchiorshauser Wehr beendet Brandwache um 8 Uhr

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Die Hubarbeitsbühne der Leester Ortswehr agiert beim vorderen Gebäudeteil. 

Melchiorshausen - Von Sigi Schritt. Ein ausgebrannter Dorfgrill, ein von der Polizei geschätzter Schaden von mehr als 200 .000 Euro, ein leicht verletzter Gastwirt und eine über Stunden gesperrte Bundesstraße 6 – das ist die Bilanz eines Großeinsatzes an der Syker Straße in Melchiorshausen.

Die Feuerwehr hat eine lange Nacht erlebt: Die Melchiorshauser Kräfte beendeten ihre Brandwache erst Mittwochmorgen um 8 Uhr. Insgesamt waren seit der Alarmauslösung am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr rund 150 Feuerwehrleute sowie Rettungskräfte im Einsatz, bilanziert auf Anfrage der stellvertretende Pressesprecher der Gemeindefeuerwehr, Marcel Balk.

Eigentümer leicht verletzt

Nach einem mutmaßlichen Defekt einer Gasflasche war in der Imbissküche des Gastronomiebetriebs ein Feuer ausgebrochen. Der 32-jährige Eigentümer und Betreiber aus Syke zog sich dabei leichte Verletzungen an der Hand zu, konnte aber ins Freie gelangen. Ein Rettungsdienst brachte ihn ins Krankenhaus. Die 37-jährige Lebensgefährtin des Gastwirts befand sich im Obergeschoss des Gebäudes, sprang auf ein Vordach und brachte sich unverletzt in Sicherheit.

Die Leitstelle hatte bis auf Dreye alle Ortswehren der Wesergemeinde an die Syker Straße beordert ebenso wie die Ortswehren aus Syke und Gessel.

Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen die Flammen bereits aus dem Erdgeschoss des Grills. Wegen der starken Rauchentwicklung gingen mehrere Trupps unter Atemschutz in das Gebäude. Einsatzleiter Bernd Scharringhausen bildete zur Bekämpfung des Feuers zwei Brandabschnitte: Vor dem vordere Teil des Gebäudes agierte die Hubarbeitsbühne der Leester Wehr, die Drehleiter der Syker übernahm den rückwärtigen Gebäudeteil.

Nach kurzer Zeit war der Brand laut Pressesprecher Balk zwar unter Kontrolle, aber es galt noch, die vielen Glutnester zu löschen, die ein Feuer hätten entfachen können.

Defekt an Gasflasche: Brand im Imbiss an der B6

Den hohen Personalaufwand begründete der Pressesprecher gestern mit der Anzahl der benötigten Atemschutzträger. „Diese dürfen mit umluftunabhängiger Atemschutz nur maximal 30 Minuten im Dienst sein. Wenn weitere Kameraden benötigt werden, wird immer die ganze Ortswehr herbeigerufen“, so Balk. Außerdem standen mehrere Rettungswagen bereit, um einen reibungslosen Transport ins Krankenhaus zu sichern, falls die Spezialkräfte verunglückt wären.

Die Bundesstraße 6 war bis weit in die Nacht hinein für beide Fahrspuren gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr aus Richtung Brinkum ab Kreuzung Waldkater nach Leeste und Ristedt um, und in der Gegenrichtung lotsten die Beamten den Verkehr aus Syke in den Jeebel und nach Sudweyhe. 

Ortskundige wie auch Fahrer von Bussen und Taxis wichen über Nebenstraßen aus. Es gab zeitliche Verzögerungen, aber keine Staus, bilanzierte Polizeisprecherin Sandra Franke. Wie es mit dem Gastronomiebetrieb weitergeht, ist nicht bekannt. Der Betreiber war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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