Geschichten über Kindheit, Liebe und Gnade

Etwa 25 Besucher lauschen in der „Wirkstatt“ den Worten der „Tintentanten“

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Die vier „Tintentanten“(v.l.) Inge Knüppel, Evelyn Beyer-Peters, Uta Amelung und Monika Mohrmann-Wulf hatten zu einem Leseabend mit eigenen Texten in der „Wirkstatt“ eingeladen. 

Melchiorshausen - Von Heiner Büntemeyer. Die „Wirkstatt“ von Inge Knüppel hatte am Mittwoch zu einer Lesung der „Tintentanten“ eingeladen. Etwa 25 Gäste waren an diesem Abend gekommen, um in sehr entspannter Atmosphäre den Geschichten und Gedichten der Autorinnen zu lauschen.

Doch es konnten neben Inge Knüppel nur Uta Amelung, Monika Mohrmann-Wulf und Evelyn Beyer-Peters lesen. Aus gesundheitlichen Gründen fehlte Sigrid Mühl. Allerdings brauchten die Gäste auf die geplanten Beiträge von ihr nicht zu verzichten, denn Evelyn Beyer-Peters hatte ihre Texte aufgezeichnet.

Sigrid Mühl hatte im Altersheim einen Heimbewohner kennengelernt, der den ersten Weltkrieg noch miterlebt und ihr davon erzählt hatte. Diesen Bericht hatte Sigrid Mühl aufgeschrieben und als Buch veröffentlicht. Einige Passagen daraus hörten die Besucher.

Besonders beeindruckt waren die Gäste von dem zweiten Beitrag der ehemaligen Lehrerin, dem Gedicht „Welch eine Gnade“. Darin dankt die inzwischen 90-Jährige für die Gnade, dass sie, obgleich in der Welt so viel geschieht, in ihrem eigenen Bett sterben darf. „Das war schon berührend,“ meinte eine Zuhörerin.

Auch die vier anderen Autorinnen hatten viel Autobiographisches mitgebracht. Uta Amelung berichtete in ihrem „Kindertraum“ über ihre große Liebe zu Hühnern. Außerdem gefielen den Zuhörern ihre Gedichte, in denen sie geschickt einige Limericks versteckte.

Von bedingungsloser Geschwisterliebe erzählte Evelyn Beyer-Petetrs, die auch einen „Schattentanz“ vortrug. Inge Knüppel erinnerte sich in ihrer Geschichte ebenfalls an ihre eigene Kindheit, doch auch ihrer große Liebe zu Kanada widmete sie einen sehr lebendigen Beitrag.

Passend zur Jahreszeit berichtete Monika Mohrmann-Wulf über das Weihnachten ihrer Kindheit.

Die Besucher hörten aufmerksam zu und sparten nicht mit Anerkennung. Ein Gast meldete sich spontan mit eigenen Geschichten bei Inge Knüppel für den nächsten offenen Leseabend an. Dieser ist für den 27. Februar geplant. Weitere Leseabende unter der Überschrift „Offener Raum für Texte und Gedichte“ sind für den 22. Mai, 4. September und 27. November in der „Wirkstatt“ am Fuhrenkamp 86 in Melchiorshausen geplant.

Wer auch Lust hat, eigene Geschichten und Gedichte einem interessierten Publikum vorzutragen, kann sich bei Inge Knüppel unter der Telefonnummer 0421 / 80 87 69 anmelden.

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