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Mehr Treffpunkte für Jugendliche in Weyhe

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Von: Sigi Schritt

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Die Skater-Anlage in Kirchweyhe. Jugendliche hatten bei der Planung geholfen.
Die Skater-Anlage in Kirchweyhe. Jugendliche hatten bei der Planung geholfen. © Sigi Schritt

An welchen Orten in Weyhe können Kinder und Jugendliche unter freiem Himmel ihre Freizeit verbringen? Die Skater-Anlage in Kirchweyhe ist für Dennis-Kenji Kipker mit Sicherheit solch ein Ort. Der Christdemokrat nennt als Beispiel noch die Leester Marsch. Der Jurist hat für die CDU-Fraktion einen Antrag formuliert, in dem es um weitere Orte gehen soll, an denen Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen wollen.

Weyhe – Die Politik soll der Gemeinde einen Planungsauftrag mit dem Ziel erteilen, neue Outdoor-Konzepte zu entwickeln und zu realisieren. „Hierbei soll bewusst auf die Möglichkeiten gesetzt werden, zusätzlich zur Freizeitgestaltung in den Vereinen öffentlich zugängliche Begegnungsorte für aktive junge Menschen zu schaffen“, schreibt Kipker in seinem Antrag an die Verwaltung.

Es gehe im Kern um die Schaffung durchaus von mehreren Treffpunkten, die im ganzen Gemeindegebiet verteilt sein könnten. Wichtig sei der CDU-Fraktion, dass diese Orte „realistisch umsetzbare Möglichkeiten der Zusammenkunft“ bieten sollten.

Es mangle der Gemeinde an Orten, an denen sich junge Menschen gezielt treffen könnten, stellen die Christdemokraten fest. „Nicht nur zu Pandemiezeiten treffen sich junge Menschen bevorzugt draußen, und nicht selten wird dabei geselliges Beisammensein mit sportlicher Betätigung verknüpft“, sagt der 35-Jährige.

Wenige Aufenthaltsorte für Jugendliche

Zurzeit fungieren als zentrale Treffpunkte die Außenanlagen um das Rathaus und die Schulhöfe. „Noch sind wenige Aufenthaltsorte darauf ausgerichtet, dass sich Jugendliche dort zu jeder Tageszeit flexibel treffen und beispielsweise gemeinsam sportlichen Betätigungen nachgehen können.“

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Claus-Peter Wessel, betont, dass die künftigen Nutzer, also Kinder und Jugendliche, in die Planungen einbezogen werden sollten. Als Vorbild sieht Wessel die Skater-Anlage in Kirchweyhe. Damals hatten Jugendliche zusammen mit der Gemeindejugendpflege Ideen für die Anlage entwickelt und umgesetzt.

So könnte es auch diesmal laufen. Dieses Verfahren könnte positive Nebeneffekte bewirken. Es würden Anreize geschaffen, das politische Geschehen vor Ort mitzubestimmen und das Ortsbild ganz im Sinne eines lebenswerten Weyhes zu prägen.

Vor Jahren schon Idee für einen Sportgarten

Die ursprüngliche Idee eines Sportgartens, in der Umsetzung ähnlich dem in der Pauliner Marsch in Bremen, sei schon einige Jahre alt. Ein entsprechender Antrag, noch nicht umgesetzt, stammt laut Dennis-Kenji Kipker aus dem Jahr 2013. Obgleich ein Sportgarten wünschenswert sei, finanzierbar sei er derzeit nicht.

Deshalb bringen die Christdemokraten einen Änderungsantrag in die Haushaltsberatungen ein. Die CDU-Fraktion beantragt, Planungskosten in Höhe von 10 000 Euro in den Haushalt einzustellen. Die Aussichten, dass dieser Antrag den Rat passiert, sind gut. Im Schulausschuss gab es ein einstimmiges Votum. Hannelore Roitsch-Schröder von den Grünen merkte an, dass in diesem Zusammenhang auch gerne etwas für Ältere getan werden könnte.

Die Idee die künftigen Nutzer an der Ideenfindung zu beteiligten lobten die Grünen-Vertreterin wie auch Daniel Welp von der Gruppe Linke, Die PARTEI und Freie Wähler Weyhe. „Partizipation begrüße er, so Welp.

In Richtung CDU sagte Siard Schulz, er sei bei der Problembeschreibung „bei euch“. Die Beobachtungen der CDU deckten sich mit seinen nachts als Streetwatcher. Schulz schlägt vor: Vielleicht könnte man eine Jugendkonferenz zu diesem Thema einberufen.

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