Den Sinn von Hundekotbeuteln nicht verstanden

Mehr als 500 Müllsammler räumen fast ganz Weyhe auf

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Auch die Kinder der Grundschule Lahausen beteiligen sich an der Müllsammel-Aktion der Gemeinde. 

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. „Wir haben die 500er-Marke geknackt, das finde ich ganz toll“, sagt am Samstag Christina Mielke erfreut. Die Rathausmitarbeiterin hatte wieder die Frühjahrsputz-Aktion „Weyhe räumt auf“ auf die Beine gestellt und eine stattliche Zahl Helfer notiert: Schulklassen, Sportvereine, Kindergärten, Parteien, die Felicianuskirchengemeinde, der ADFC, der Schäferhundeverein, Gästeführerinnen und Restless Liners stellten unterschiedlich große Gruppen.

Aber unter den 509 Weyhern und Weyherinnen in jedem Alter waren auch fast 50 Privatpersonen, die spontan beschlossen hatten, sich an der Initiative der „Lokalen Agenda 21“ zu beteiligen. Sie alle suchten mit Müllsäcken und „Optickern“ bewaffnet an Straßen- und Wegrändern sowie öffentlichen Anlagen nach gedankenlos weggeworfenem Unrat. Eine Suche, die sich gelohnt hat, denn es kamen wieder einige Kubikmeter Müll zusammen.

Allerdings veranlassen die Fundsachen zu der Überlegung, ob es sich wirklich nur um gedankenlos weggeworfenen Müll handelt oder ob Menschen trotz der zahlreich aufgestellten Mülleimer und anderer Möglichkeiten, Abfälle zu entsorgen, sich vorsätzlich ihres Sperrmülls entledigt hatten.

Volle Windeln und leere Alkoholflaschen

„Hinter dem Freibadgelände hätte man sich neu einkleiden können“, berichteten Matthias und Maren Krön, die sich zum ersten Mal an der Waldreinigung beteiligt hatten. Sie fanden unter anderem ein pinkfarbenes Oberteil und eine Unterhose, aber auch Hundekot in Beuteln. Andere Sammler stießen auf volle Windeln und leere Alkoholflaschen. „Umgekehrt wäre es uns lieber gewesen“, sagte ein Sammler und lachte. Über Hundekotbeutel wurde in mehreren Gruppen geklagt. Offenbar hätten einige Besitzer deren Sinn nicht erfasst, meinten sie.

Auf dem Weyher Ortsplan hatte Christina Mielke die Sammelgebiete gekennzeichnet. Nur ganz wenige Bereiche konnten nicht abgesucht werden. Dazu zählte auch das Gewerbegebiet Dreye. Zwar hatte es auch für diesen Bereich eine Anmeldung gegeben, die jedoch leider wegen einer Erkrankung zurückgezogen werden musste.

„Ohne AWG würde das alles nicht gehen“

Christina Mielke bedankte sich bei allen Mitwirkenden, die ihre gefüllten Säcke an gekennzeichneten Müllsammelstellen ablegten. Dort wurden diese von Rathausmitarbeitern abgeholt und zum Abfallcontainer der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) gebracht. „Ohne AWG würde das alles nicht gehen“, erklärte die Organisatorin. Die AWG hatte nicht nur die Müllsäcke und den Container kostenlos gestellt, die Abfallentsorger des Landkreises hatten darüber hinaus Handschuhe für die Sammler gespendet.

Nach der Aktion stärkten sich die „Putzengel“ in der KGS-Mensa. Dort wurden ihnen eine kräftige Erbsensuppe aus der DRK-Feldküche sowie Kaltgetränke spendiert.

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