Mehr als 300 Millionen Euro Einlagen und Kredite

Kreissparkasse Leeste prägt wirtschaftliche Entwicklung des Ortes 

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Das Team der Leester Sparkasse. 

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die 100-jährige Geschichte der Kreissparkasse Leeste ist gleichzeitig eine Geschichte über ein Jahrhundert wirtschaftliche Entwicklung des Weyher Ortsteils. „Viele Häuser- und Wohnungsfinanzierungen haben wir abgewickelt“, blickt der Filialleiter Johannes Döpkens zurück. Das gilt nicht nur fürs Privatgeschäft, sondern auch für die Gewerbekunden. Für die Kundenentwicklung zähle die Sparkasse deshalb als wichtige Partnerin, „weil die Finanzierung von zukunftsweisenden Projekten das A und O ist.“ Das war immer so, und wird auch zukünftig so sein, so Döpkens.

„Die Zahlungsmoral der Kunden ist gut, die Sparkasse hatte zum Beispiel noch nie so viele Einlagen von gewerblichen Kunden wie jetzt“, sagt Döpkens. Dieses Vertrauen drückt sich in über 12 500 Giro- und Sparkonten sowie rund 3 000 Darlehenskonten aus, die in Leeste betreut werden. Dahinter verbergen sich laut Döpkens mehr als 140 Millionen Euro Einlagen und 180 Millionen Euro Kredite.

In der langen Geschichte des Institutes ist es also keine Seltenheit, dass die Kunden in der zweiten, dritten und sogar in der vierten Generation die Sparkasse aufsuchen. „Insgesamt arbeiten in Leeste 19 Mitarbeiter“, sagt Döpkens. Sie seien allesamt eng mit dem Ort verbunden. „Man begegnet ihnen in Sport- oder Schützenvereinen, in der Werbegemeinschaft und als Förderer vieler kultureller, schulischer, kirchlicher und gesellschaftlicher Projekte“, ergänzt der stellvertretende Geschäftsstellenleiter Thomas Auerswald.

„Der Wirtschaft geht es im Bremer Speckgürtel, zu dem auch die Gemeinde Weyhe zählt, sehr gut“, sagt Johannes Döpkens. Wegen der guten Arbeitsmarktlage gebe es auch wenig Kreditausfälle. „Ausnahmen bilden hausgemachte Probleme wie Trennungen und Scheidungen. Mit uns kann man vernünftig reden, wie man beispielsweise das Vermögen aufteilt“, erklärt Döpkens.

Auch in stürmischen Zeiten waren Verlässlichkeit und Kontinuität stets stabile Anker. „In der Wirtschaftskrise 2008/2009 haben sich Großbanken von ihren Kreditengagements getrennt, weil sie nicht mehr in die Strategie passten. Einigen Kunden haben wir eine neue Heimat gegeben, weil sie wissen, dass wir als Partner an deren Seite stehen.“ Allerdings würde die Sparkasse hauptsächlich mit Kunden aus der Region zusammenarbeiten. „Deshalb ist in Deutschland der Mittelstand so erfolgreich, weil Finanzierungen verlässlich sind. Wir können in besonders dringenden Fällen Entscheidungen innerhalb weniger Stunden herbeiführen.“

Handschriftliche Eintragungen in dieser Kladde aus den Anfängen des Kreditinstituts dokumentieren den Zahlungsverkehr.

Welche Tätigkeiten gab es früher, die heute in einer Bank undenkbar sind? „Früher wurden Zinsen manuell errechnet. Der Computer war daher eine große Errungenschaft. Die Arbeit war in vergangenen Jahrzehnten durch viel Schreibarbeit geprägt, Buchungsvorgänge wurden handschriftlich und manuell bearbeitet. Heute läuft alles vollautomatisch. Überweisungsbelege kommen in einen Datenleser und werden gescannt.“ Der Filialleiter geht davon aus, dass das Geschäftsstellennetz auch in der Zukunft weiter Bestand hat.

Die Automatisierung eröffnet laut Döpkens Freiräume, die die Sparkassenmitarbeiter nutzen, um die Kunden zu beraten. Der Filialleiter glaubt, dass für einen langen Zeitraum in Leeste die Möglichkeit besteht, Bargeld am Automaten zu ziehen: Jeden Monat wird 11000 mal Bargeld abgehoben – an drei Automaten. „Die Bürger in Deutschland bevorzugen Bargeld, weil man den Geldstrom nicht verfolgen kann und man auch bedachter ist, größere Summen auszugeben.“

Johannes Döpkens erklärt auch eine immer wiederkehrende Frage, weshalb die Sparkasse hohe Überziehungszinsen nimmt, obgleich Marktzinsen viel niedriger sind. „Überziehung verursacht Arbeit. Das sind manuelle Vorgänge, die kontrolliert und dokumentiert werden. Andere Direktbanken haben sogar noch höhere, oder sie lösen die Lastschriften nicht ein“, erklärt Döpkens. „Wir machen uns die Mühe, ein Gespräch mit dem Kunden zu suchen.

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