„Medicum“ an der Hauptstraße: Umzug für Januar geplant / Bauantrag gestellt

Platz für mehr Patienten

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Ärzte, Architekten und Investor im früheren Edeka-Markt: (v.l.): Andreas Schreckenberg, Cordt Bartels, Uta Uhlhorn, Thomas Fenner, Jens Wölkner, Peter Flügge, Marc Discher (tritt am 1. Oktober die Nachfolge von Walter Vorderstraße an), Vassilos Kardalinos und Nils Bartels.

Leeste - Von Philipp Köster. Das neue Ärztezentrum „Medicum“ an der Hauptstraße (wir berichteten) ist im Werden. Zurzeit wird der frühere Edeka-Markt entkernt. Investor Peter Flügge stellt dieser Tage den Bauantrag. Die Architekten, Gebrüder Bartels aus Hannover, informierten gestern mit beteiligten Ärzten über den Stand der Pläne.

Demnach soll sich die internistische Praxis nach dem Umzug vom Ärztehaus nebenan in den ehemaligen Supermarktbau auf 850 Quadratmeter verdoppeln. Mit der Vergrößerung und Erweiterung des Fachärzteangebots auf sieben Mediziner – unter anderem wechselt Vassilos Kardalinos aus Brinkum nach Leeste – reagieren die Verantwortlichen auf die Herausforderungen der Zeit, mithin die immens steigende Nachfrage der Patienten nach Versorgung. „Immer mehr Leute kommen vom Land zu uns, so aus Heiligenfelde, Bruchhausen-Vilsen oder Wietzen“, sagt Internist und Notarzt Sascha Bade. Kardiologe Andreas Schreckenberg wertet die Vergrößerung als eine Aktion zur Schaffung von Kapazitäten und – vor dem Hintergrund verschärfter gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen – als Sicherung von Existenzen.

In der Praxis, die Flügge zufolge Anfang 2016 eröffnen soll, um mehr Platz im alten Gebäude zum Beispiel für das Rehazentrum von Uta Uhlhohn und Jens Uhlhorn zu schaffen, ist dann auch ein Labor untergebracht, das der Hamburger Thomas Fenner betreibt. Statt bis zu 95 Prozent der Proben täglich in die Elbmetropole zu kutschieren, bedeute die Analytik vor Ort einen Zeitgewinn.

Im Medicum wird neben der internistischen Praxis auch eine Bäckerei mit Café angesiedelt sein. Etwaige Wartezeiten könnten sich Patienten Peter Flügge zufolge dort versüßen. Apropos Wartezeiten. Die Ärzte arbeiten auch an der Installation eines Pager-Systems. Mittels vibrierendem Kästli werden die Patienten zum Termin gebeten, können zuvor aber noch Erledigungen machen.

Laut Sascha Bade bleibt das Notarztauto von 7 bis 19 Uhr an der Hauptstraße, danach parkt es an der neuen Rettungswache in Angelse. Investor Peter Flügge hat noch weitere Pläne in der Schublade. Sie sehen die Möglichkeit einer Ansiedlung eines medizinischen Warenhauses und eines Optikers vor. Auch ein Augenarzt sei denkbar. Doch zunächst gelte es, das nun beginnende Projekt zum Ziel zu führen.

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